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Guten Tag.

Vor kurzem wurde das neue "Wundermittel" im Bereich Prozessoren entdeckt. Graphen. Der wissenschaftliche Durchbruch erhöht die effizienz von Prozessoren auf schätzungsweise 500 bis 1000 Gigahertz. Das ist 100 bis 200 mal mehr als das voll ausgenutzte Siliziumpotenzial.

Vorraussichtlich wird es nutzbar in 10 Jahren sein.(Spekulationsweise.)

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 84443.html

Was haltet ihr von dem Potential ? Was kann man damit anfangen ? Wie wird sich das auf den normalen Markt auswirken ? Wie wird es sich auf die Games auswirken ? Was wird es wohl kosten solch einen Prozessor zu ergattern ?

Möge die Diskussion beginnen. :thumbsup:
Ich kann mich noch an die Chemiestunde erinnern in der wir Graphen durchkauen mussten, weil da grad diese Typen den Nobelpreis gewonnen hatten. Was PC´s angeht, ich schätze schon dass das "Wundermittel" , wenn es das Potential besitzt von dem Man ausgeht, in vielleicht 15-20 Jahren weit verbreitet sein wird . Was Spiele angeht, ein Total War mit 100.000 Mann Schlachten wär schon Geil, bräuchte man nur noch die Grafikkarte die das rendert (Von der Funktionsweise einer Grafikkarte hab ich null Ahnung, kann man das Zeug auch da drinn verbauen?9
Tja, diese Taktraten wäre ja ein Traum, nur wohin mit der Wärme? Bei heutigen Prozessoren ist die Frage der Wärmeabfuhr schon der limitierende Faktor.
10 Kubikmeter Eis Drumrum? :lol:
Oder vielleicht mit einem ausgeklügeltem Wärmeleitsystem ableiten und einen ganzen Wohnblock damit beheizen? :mrgreen:

Sorry für den Sarkasmus zum Thema... Aber Bill Gates äußerte auch mal sowas wie "1 MB sollte für jeden Menschen genug sein".
Das war damals noch zu Zeiten wo der Heimcomputer in den Kinderschuhen steckte und Floppys modern waren.

Heute ist eine externe HDD mit mehr als 1 TB nichts Besonderes.
Da wundert es mich nicht, dass mit neuen Wegen und Innovationen ungeahnte technologische Fortschritte gemacht werden können.
Fehlt nur noch SkyNet und der Terminator... Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt.
@Barbarossa Das wär nicht das problem, nur weil die Prozessoren immer kleiner werden, steht auch immer weniger Fläche zur Wärmeabfuhr zur verfügung. Irgendwo muss das ganze ja hin ^^
Sehr interessante News, muss ich mich mal mehr mit beschäftigen ^^

Bei so hohen Taktraten ergeben sich aber auch immense Probleme beim verschalten des Prozessors. Lichtgeschwindigkeit kann man eben nicht überlisten, und bei 3GHz sind zwei "Takte" im Draht nur noch 10cm auseinander. Wenn man die Taktraten dann immer weiter erhöht, hätte man schließlich mehrere Takte innerhalb des Dies (der eigentliche Chip - ca. Fingernagelgroß momentan). Daher müsste man entweder die Computer so bauen, dass diese Verzögerungen in die Chiparchitektur eingebaut werden, oder man müsste die Gesamtgröße der Chips verkleinern, damit die Signallaufzeiten kürzer werden.

Was die Wärmeentwicklung angeht, könnten diese Graphen-Prozessoren sogar weniger Energie verbrauchen, denn die allermeisten Verluste entstehen beim Schalten der Transistoren:
Wenn der Transistor im "high"-Zustand ist, fließt Strom und der Transistor hat einen sehr geringen Widerstand, was nur wenig Abwärme bedeutet.
Im "low"-Zustand blockiert der Transistor, sodass nach möglichkeit gar kein Strom fließt -->auch wenig Wärmeentwicklung.
Dazwischen aber muss der Transistor schalten, und dann hat er für eine gewisse Zeit einen "mittelhohen" Widerstand, und es fällt erheblich mehr Abwärme an. Und da die Transistoren in modernen Chips Milliarden Mal pro Sekunde schalten, gibt es viel Abwärme.

Graphen-Transistoren verkürzen aber die Schaltzeiten enorm, sodass bei gleicher Taktrate der Übergang von "high" zu "low" (oder umgekehrt) wesentlich schneller geschieht und damit weniger elektrische Verluste auftreten.
Der Mann versteht sein Handwerk ;)
Ja, an die Laufzeitprobleme hab ich gar nicht gedacht. Ich hab zu dem Thema aber kein richtiges Fachwissen, das meiste weiß ich halt aus dem Unterricht.
Ein interessanter Vergleich den wir mal kurz angerissen haben: Würde man heutige Prozessoren mit normalen Transistoren bauen, bräuchte man einen Starkstromanschluss, um überhaupt so viel Strom für die Basisleitung bereitzustellen ^^ Und dann noch die Abwärme, kein Vergleich.
Wie verdammt klein die Fertigungstechnik mittlerweile ist kann man sich ja ausrechnen:
Aktuelle Desktop-Prozessoren haben ca. 1 Milliarde Transistoren bei Chipgrößen um 200 mm², die kleinsten Schaltungen werden im 40nm bis 20nm Raster gebaut. Nanometer. Würde man den Chip von 14 mm Kantenlänge auf 100 m Vergrößern (quadratisch - doppelt so groß wie ein Fußballfeld), wären die kleinsten Strukturen immer noch 0,2 mm fein, das sind 50 pro cm.

Von daher kann man es sich nicht ganz so einfach machen und Graphen als ein Wunderpulver betrachten was man drüberstreut und damit schnellere Computer bekommt :mrgreen:
Die Prozessorherstellung ist ein Milliardengeschäft, und 40 Jahre harter Konkurrenzkampf hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind.
greenlight wrote:
Von daher kann man es sich nicht ganz so einfach machen und Graphen als ein Wunderpulver betrachten was man drüberstreut und damit schnellere Computer bekommt :mrgreen:
Wäre es so einfach, würde ich ja auch nicht auf 10 Jahre Forschung spekulieren.
Es ist jedoch ein gigantischer Schritt vorwärts. Ich weiß immernoch nicht was man mit der ganzen Performance im Retailmarkt anfangen soll, außer mehr Gegner zu spawnen.

Es wurde ja bereits ein 100 Gigahertz Prozessor mittels Graphen erstellt. Das finde ich schon erstaunlich, alleine nach so kurzer Zeit solch' eine Performancesteigerung.Stellt euch damit mal einen Hexacore oder Octacore vor :mrgreen:

Nun. Performancetechnisch steht der photorealistischen Grafik nichts mehr im Weg. Allein mit Silizium wäre es ja theoretisch schon möglich gewesen.

Allerdings frage ich mich wie diese Performance genutzt wird. Werden in Zukunft die Spiele einfach extra Performancelastig programmiert, damit das Hardwaregeschäft nicht ausstirbt ?
Werden heimlich Bitcoin-Miner eingebaut, damit die Entwickler noch zusätzlich Geld generieren ?
Werden neue Genres erschaffen, wodurch man Millionen oder gar Milliarden von Gegnern auf einmal bezwingen muss ?

Was sind eure spekulationen in der hinsicht ?
Ich denke, dass der Weg in der Zukunft nicht um prozedurale Grafik herumkommt. Früher musste man ein 3D-Modell noch aus einzelnen Polygonen zusammenbasteln, mittlerweile werden immer mehr Algorithmen benutzt, um bestimmte Teile eines Modells schneller zu erzeugen.
Wenn man das ganze auf die Spitze treibt, braucht man weder Texturen noch 3D-Modelle zu erstellen, sondern muss "nur" beschreiben, wie diese aufgebaut sind und erzeugt werden sollen. SpeedTree z.B. erzeugt ja bereits verschiedene Bäume nach diesem Prinzip. Man könnte es auch auf die Landschaft ausweiten und sogar auf Texturen; hier gibt es kaum etwas, dass man nicht prozedural generieren könnte.
In dieser Hinsicht weiterhin interessant ist das Projekt "DaggerXL", welches TES II: Daggerfall auf eine modernere Engine bringen soll und eben auch massiv prozedurale Algorithmen benutzt, u.A. für die Landschaft, die aus Höhen- und Klima-Karten erzeugt wird. Es gab da zwar lange keinen Release mehr, aber es geht weiterhin (langsam) vorwärts. Mal sehen, wann sich da was tut.

Der Vorteil von dem Ganzen ist, dass man mit genügend Rechenleistung und guten Algorithmen extrem realistische Grafiken erzeugen kann und diese meist recht einfach skalieren kann. Werden die Prozessoren (CPU und GPU) schneller, kann man feinere Filter verwenden, mehr Effekte drüberlaufen lassen und allgemein mehr Polygone verwenden.
Interessant, ja den Aspekt hatte ich auch schon in Augenschein genommen. Vielleicht werden die Dev Tools ja so vereinfacht, dass sie wie der RPG-Maker zu bedienen sind ?
Oder vielleicht auch komplett random generierte Stories, die auch logisch erscheinen.

Mal weg von den Games. Hin zur Forschung.

Das ermöglicht sehr detaillierte Fraktale. Ich denke es würde der Hirnforschung auch sehr zu gute kommen.
Außerdem auch der Raumfahrt. Was können die damit wohl anfangen ? Detailreichere Sternenkarten ? Vielleicht sogar das komplette Universum ?
Künstliche Intelligenz ? Ich bin mir nicht sicher in wie fern das menschliche Gehirn funktioniert. Compared with Brain ? Gut. Noch keine Chance. Gerade ergoogelt :P

Back to Games

Den Aspekt finde ich auch sehr gut. Also das restaurieren von älteren Games. Fotorealistisches Gothic 1 ? OMG NEEEEEEED !!! :D
Demnach ist so viel möglich. Neverending Stories. Das ist doch schonmal ein gutes Gedankengut, nicht ? :p
:mrgreen: Bleibt halt nich die Frage ob photorealistische Grafik allen gefällt. Ein z.B. Borderlands mit solcher Grafik würde die Usk natürlich mit offenen Armen empfangen
Hm, allerdings. Aber ich denke auch das Thema wird die Spieleindustrie, monetär, in den Griff bekommen.

Meint ihr, dass "Comic-Grafik" das überstehen wird ? Ich denke schon. Hat ja auch seinen eigenen Reiz :)
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