Als ich Enderal (vor Release) in einem Testdurchlauf durchgespielt habe, postete ich in diesem Forum den Kommentar: You will end up emotionally shallow, spiritually empty and socially very alone.
Die Reaktion der Forenmitglieder war damals, dass man mich fragte, ob ich beim Verfassen des Posts besoffen oder bekifft gewesen sei. Da wussten sie noch nicht was auf sie zukommt.
Die Reaktion der Forenmitglieder war damals, dass man mich fragte, ob ich beim Verfassen des Posts besoffen oder bekifft gewesen sei. Da wussten sie noch nicht was auf sie zukommt.
Du denkst die Erfinder sind genial? Das streite ich nicht ab. Wie das so ist mit genialen Menschen, sie haben immer ein Defizit. Hier eindeutig die Schwermut des Verfassers. Deshalb möchte ich dir zum Schluss die Hoffnung nicht nehmen aber ich denke aufgrund des Gemüts Zustandes der Schreiber wird auch ein drittes Ende nicht positiv für dich ausfallen.
Mit freundlichen Grüßen
Tigerente
DU unterstellst dem Entwickler Schwermut, weil du nicht die generische Einheitskost der übrigen RPGs serviert bekommst? Weil es mal kein Happy-End gibt? Tut mir leid - etwas Lächerlicheres habe ich hier noch gar nicht gelesen....
Erschreckend ist es dann nur, wenn es benutzt wird um zu schockieren mit der Entschuldigung zum Nachdenken anregen zu wollen.
Für dich scheint Enderal nichts zu sein. Hier von psychischen Folgeschäden und sozialer Verantwortung zu quatschen - kommst du dir selbst nicht dumm vor, wenn du das liest? Und ich hoffe für dich, dass es sich nur um einen schlecht präsentierten Scherz handelt. Ansonsten weiß ich nicht, ob ich darüber lachen oder mich für solch ein "Statement" fremdschämen soll.....
Tigerente wrote:Ich persönlich rate zwischenzeitlich bei mir in der Einrichtung davon ab dieses Spiel zu spielen.
Niemand hat behauptet, dass Enderal jugendfrei oder überhaupt ein Spiel für Kinder, geistig noch nicht soweit entwickelte oder abnorme Menschen ist.
Aber niemand der sich emotional so sehr von einer fiktiven Geschichte beeinflussen lässt, sollte Bücher lesen, Filme gucken oder Videospiele spielen, sondern lieber bei dem bleiben, was seine Phantasie von allein hergibt.
Rein als Vorsichtsmaßnahme...
Denn solche Geschichten sollen tatsächlich nur zum Nachdenken anregen, unterhalten und einen tieferen Sinn vermitteln.
Enderal möchte, dass man etwas dabei empfindet, wenn man es spielt, aber wenn man emotional so sehr aufgeschaukelt wird, dass es Auswirkungen auf die Realität hat, fragt sich von vorn herein wie sehr man sich selbst und seine Gefühle unter Kontrolle hat.
Realität ≠ Surrealität.
Soll jetzt nicht heißen, dass es schlecht ist, wenn man in ein Spiel reinkippt.
Nur sollte man nicht vergessen wo die Grenze ist, bzw. wenn man von vorn herein nicht weiß wo diese liegt empfehle ich ein anderes Hobby.
Nichts für ungut.
Metanoeite wrote:Als ich Enderal (vor Release) in einem Testdurchlauf durchgespielt habe, postete ich in diesem Forum den Kommentar: You will end up emotionally shallow, spiritually empty and socially very alone.
Die Reaktion der Forenmitglieder war damals, dass man mich fragte, ob ich beim Verfassen des Posts besoffen oder bekifft gewesen sei. Da wussten sie noch nicht was auf sie zukommt.
http://forum.sureai.net/viewtopic.php?f ... 97&p=60832
Interessante Sicht, @Tigerente.
Ich glaube aber wirklich, dass hier auch wieder mal die Erwartungen ein Problem darstellen - bei Büchern wäre Enderals Geschichte gar nicht so krass gewesen, weil man da grundlegend mehr Tiefsinn erwartet. Bei Games eben nicht. Ich würde mich nicht als übermäßig schwermütigen Menschen empfinden. Außerdem ist das unter Autoren ziemlich normal - ich empfehle dir mal Patrick Senecal (Das heißt, ich empfehle ihn dir nicht, weil es dir vermutlich nicht gefallen wird, aber google ihn doch mal). Er schreibt mitunter das heftigste, tiefgehenste, echteste, was ich je gelesen habe, aber ist im Leben ein ziemlich angenehmer, heiterer Mensch, der ein tolles Familiebleben führt. Oder Haruki Murakami. Oder, nach wie vor der erfolgreichste Autor unserer Zeit, Stephen King.
Ich verstehe das Bedürfnis nach einem aufbauenderen Ende. Ich dachte ursprünglich, dass Sternenstadt-Ende würde einen bitteren, aber dennoch hoffnungsvollen Nachgeschmack hinterlassen (ebenso wie das Katharsis-Ende, auf eine gewisse Art und Weise betrachtet), aber mittlerweile sehe ich auch, dass Enderal etwas mehr Optimismus hätte vertragen können. Das heißt nicht, dass ich deshalb der Meinung bin, Enderal sei in seinem momentanen Zustand schlecht. Ich denke, das dritte Ende wird ein paar Spieler abholen können, auch, wenn es ebenfalls einen (ganz anderen) bitteren Beigeschmack hat. Aber das ist einfach das Leben: Selten trifft man irgendeine Entscheidung, die nicht zumindest auf eine bestimmte Art und Weise negative Konsequenzen hat. Zum Vergleich, spiel doch mal "That Dragon, Cancer", das den Game Award in der Kategorie "Games with Impact" bekommen hat. In seiner sehr bewegenden Rede sagt er: "It isn't a story that we wanted to tell; rather than a story that was written onto us."
Darüber hinaus betrifft jeden Menschen Enderal unterschiedlich. Manche finden die Story einfach nur cool, manche können nichts damit anfangen. Manche, wie der Ersteller dieses Threads, lieben sie, aber hassen das Ende, manche lieben sie in ihrer Gesamtheit. Wir haben E-Mails von Fans bekommen, die uns erzählt haben, dass die Story ihr Leben einschneidend verändert hat, aber im positiven Sinne - ein User meinte, es half ihm, besser mit dem Tod seiner Frau zurechtzukommen. Genau so wie ich diese Meinungen akzeptiere (und es mir aus kreativer Sicht extrem viel bedeutet), akzeptiere ich auch deine Meinung oder die Meinung des Threaderstellers. Ich würde dich aber dennoch bitten, nicht von einem Werk zwangsläufig auf den Geisteszustand seines Verfassers zu schließen.
Edit: Mit "Aufmerksamkeit suchen" hat das im Übrigen so ziemlich gar nichts zu tun.
Lieben Gruß,
Nicolas
Ich glaube aber wirklich, dass hier auch wieder mal die Erwartungen ein Problem darstellen - bei Büchern wäre Enderals Geschichte gar nicht so krass gewesen, weil man da grundlegend mehr Tiefsinn erwartet. Bei Games eben nicht. Ich würde mich nicht als übermäßig schwermütigen Menschen empfinden. Außerdem ist das unter Autoren ziemlich normal - ich empfehle dir mal Patrick Senecal (Das heißt, ich empfehle ihn dir nicht, weil es dir vermutlich nicht gefallen wird, aber google ihn doch mal). Er schreibt mitunter das heftigste, tiefgehenste, echteste, was ich je gelesen habe, aber ist im Leben ein ziemlich angenehmer, heiterer Mensch, der ein tolles Familiebleben führt. Oder Haruki Murakami. Oder, nach wie vor der erfolgreichste Autor unserer Zeit, Stephen King.
Ich verstehe das Bedürfnis nach einem aufbauenderen Ende. Ich dachte ursprünglich, dass Sternenstadt-Ende würde einen bitteren, aber dennoch hoffnungsvollen Nachgeschmack hinterlassen (ebenso wie das Katharsis-Ende, auf eine gewisse Art und Weise betrachtet), aber mittlerweile sehe ich auch, dass Enderal etwas mehr Optimismus hätte vertragen können. Das heißt nicht, dass ich deshalb der Meinung bin, Enderal sei in seinem momentanen Zustand schlecht. Ich denke, das dritte Ende wird ein paar Spieler abholen können, auch, wenn es ebenfalls einen (ganz anderen) bitteren Beigeschmack hat. Aber das ist einfach das Leben: Selten trifft man irgendeine Entscheidung, die nicht zumindest auf eine bestimmte Art und Weise negative Konsequenzen hat. Zum Vergleich, spiel doch mal "That Dragon, Cancer", das den Game Award in der Kategorie "Games with Impact" bekommen hat. In seiner sehr bewegenden Rede sagt er: "It isn't a story that we wanted to tell; rather than a story that was written onto us."
Darüber hinaus betrifft jeden Menschen Enderal unterschiedlich. Manche finden die Story einfach nur cool, manche können nichts damit anfangen. Manche, wie der Ersteller dieses Threads, lieben sie, aber hassen das Ende, manche lieben sie in ihrer Gesamtheit. Wir haben E-Mails von Fans bekommen, die uns erzählt haben, dass die Story ihr Leben einschneidend verändert hat, aber im positiven Sinne - ein User meinte, es half ihm, besser mit dem Tod seiner Frau zurechtzukommen. Genau so wie ich diese Meinungen akzeptiere (und es mir aus kreativer Sicht extrem viel bedeutet), akzeptiere ich auch deine Meinung oder die Meinung des Threaderstellers. Ich würde dich aber dennoch bitten, nicht von einem Werk zwangsläufig auf den Geisteszustand seines Verfassers zu schließen.
Edit: Mit "Aufmerksamkeit suchen" hat das im Übrigen so ziemlich gar nichts zu tun.
Lieben Gruß,
Nicolas
Ich fand das Sternenstadtende mehr als großartig:
Ich kann Generationen von Völkern beobachten und evtl. in einem, die eigene Hybris im Zaum haltenden, Rahmen, auch lenken in der Hoffnung, daß sie unsere Fehler nicht wiederholen.Und ich habe´mehrere Versuche´, so daß ich erstmal sanft eingreifen kann
Das einzige Problem, das ich da sehe, ist daß man einwenig großkotzig wird
Alex
Ich kann Generationen von Völkern beobachten und evtl. in einem, die eigene Hybris im Zaum haltenden, Rahmen, auch lenken in der Hoffnung, daß sie unsere Fehler nicht wiederholen.Und ich habe´mehrere Versuche´, so daß ich erstmal sanft eingreifen kann
Das einzige Problem, das ich da sehe, ist daß man einwenig großkotzig wird
Alex
... dass Sternenstadt-Ende würde einen bitteren, aber dennoch hoffnungsvollen Nachgeschmack hinterlassen...
Angefangen vom
sich erst einmal dort oben überhaupt einzurichten,
jahrelang die alten Dokumente zu studieren,
über die Reparatur einer Kapsel und ab ins ... Vynall?
bis zu dem Punkt, dass meine Lütte nicht mal ansatzweise Lust auf die nächste Zivilisation zu haben braucht und sich einfach das *hust* Leben nehmen kann, wenn ihr Geliebter stirbt.
Der (für mich) extrem bittere Punkt ist hier, dass Jespar zu etwas verdonnert wird, was seinem Charakter so garnicht entgegenkommt und er auf Dauer doch ziemich unglücklich werden könnte. Soweit reicht meine Phantasie dann leider auch...
@Nicolas Samuel: dass du hierzu überhaupt Stellung beziehst 
Falsch! Die beiden Enden sind genau richtig. Wie du schon sagst:
Und insofern ist Enderal perfekt. Von A-Z folgt es dieser glaubwürdigen, tiefgehenden Richtung. Selbstverständlich MUSS sich das auch im Ende manifestieren.
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Enderal jemals jemanden in Depressionen gestürzt hat oder zu anderweitigen psychischen Einschränkungen führte. Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend absurd. Hätte es das, so wäre der Betroffene nicht bis zum Ende des Spiels gekommen. Aber das sind auch schon wieder zu viele vergeudete Zeichen.
Ich freue mich auf massig weiteren Content
...aber mittlerweile sehe ich auch, dass Enderal etwas mehr Optimismus hätte vertragen können.
Aber das ist einfach das Leben: Selten trifft man irgendeine Entscheidung, die nicht zumindest auf eine bestimmte Art und Weise negative Konsequenzen hat.
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Enderal jemals jemanden in Depressionen gestürzt hat oder zu anderweitigen psychischen Einschränkungen führte. Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend absurd. Hätte es das, so wäre der Betroffene nicht bis zum Ende des Spiels gekommen. Aber das sind auch schon wieder zu viele vergeudete Zeichen.
Ich freue mich auf massig weiteren Content
HanSoloOne wrote:... insofern ist Enderal perfekt. Von A-Z folgt es dieser glaubwürdigen, tiefgehenden Richtung. Selbstverständlich MUSS sich das auch im Ende manifestieren.
HanSoloOne wrote:... Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Enderal jemals jemanden in Depressionen gestürzt hat oder zu anderweitigen psychischen Einschränkungen führte ...
Gruss
Mr.Gnom
Ich denke, das dritte Ende wird ein paar Spieler abholen können, auch, wenn es ebenfalls einen (ganz anderen) bitteren Beigeschmack hat. Aber das ist einfach das Leben: Selten trifft man irgendeine Entscheidung, die nicht zumindest auf eine bestimmte Art und Weise negative Konsequenzen hat.
Der Geschmack bzw. die Einstellung zu Spielen ist nun mal unterschiedlich. Den Einen gefällt das Spielende so wie es ist und Andere wünschen sich halt etwas mehr Optimismus ... das ist doch auch vollkommen in Ordnung, schliesslich soll das Spiel auch Spass machen ... oder etwa nicht?
Wie gesagt: die dargestellten Enden sind genau das, worauf die Handlung in ihrer Konsequenz zusteuert. Hieltest du ein alternatives Happy-End (wie auch immer das aussehen sollte) für glaubwürdig? Das würde den Sinn zunichte machen, den Enderal vermitteln will.
Oder willst du allen Ernstes erklären, du als Spieler, wusstest im Detail, worauf du zusteuerst? Das wäre die Grundbedingung für ein Happy-End gewesen.
Da es im Kern der Geschichte um menschliche Abgründe geht, wäre ein Happy-End ein schlechter Scherz und völlig unschlüssig. Damit wäre nämlich der Rest der Geschichte nicht mehr berücksichtigt.....
Außerdem lebt die gesamte Spielwelt von menschlichen Schwächen / Abgründen. In Notizen, Quests, Gesprächen usw. Ganz Enderal ist voll von teils grausamen Begebenheiten. Wenn soetwas nicht deinem Geschmack entspricht, dann ist nicht das Ende das Problem, sondern das Spiel an sich. Es muss ja nicht jedermanns Geschmack entsprechen.
Es gibt sicher Menschen, die bei einem solchen Spiel (leider) Probleme bekommen können, aber die bekommen sie dann auch bei versch. anderen Spielen ... genauer gesagt schon bei anderen Situationen im RL ... und deshalb hat Enderal natürlich keine Schuld an solchen (möglichen) Situationen.
Interessante Diskussion hier, ich muss allerdings vorausschicken, dass ich Enderal noch NICHT zu Ende gespielt habe und auch diesen ganzen Thread hier deshalb mehr überflogen als detailiert gelesen habe. (einfach darum, weil ich mich selbst nicht allzu sehr spoilern möchte). Manche mögen jetzt wohl (vielleicht zu Recht) denken, weshalb schreibt sie dann hier überhaupt etwas, wenn sie eigentlich gar nicht (noch nicht) mitreden kann - naja ich denke, das Statement was ich jetzt zur Thematik schreibe, wird auch nach Beenden von Enderal noch (für mich) seine Gültigkeit haben.
Ich denke, wenn jemand sich von einem Spiel wie Enderal (alternativ hier einzusetzen auch Film, Buch etc) sich so extrem mitreissen lässt, dass es Auswirkungen auf die Realität des Betreffenden hat oder anders gesagt seine Psyche schädigt, denn hat diejenige Person auch ohne das entsprechende Spiel, Film, Buch ein grundlegendes Problem oder halt schlicht und einfach die Unfähigkeit (aus welchen Gründen auch immer) sich in einem adäquaten Mass vom fiktiven Inhalt des entsprechenden Mediums abzugrenzen. (Damit will ich aber keinesfalls sagen dass es was Schlechtes ist, in so einem Spiel zeitweise "aufzugehen" - nur eben: zeitweise!) Solchen Menschen mag ein Spiel wie Enderal vielleicht tatsächlich schaden, aber das kann keinesfalls der "Fehler" des Spieles an sich oder des Writers der Story sein, sondern diese Defizite (nicht (ab)-wertend gemeint, auch wenn es sich wohl so liest) sind dann meiner Meinung nach, bei sich selber zu suchen. Des Weiteren sind solche Menschen dann auch von zahlreichen realen Lebenssituationen hoffnungslos überfordert...
Im Übrigen finde ich es ziemlich anmassend, aufgrund der Entwicklung einer Geschichte in einem Spiel, zu meinen, Rückschlüsse auf den Charakter des Storywriters ziehen zu können.
Die Aussage von HanSoloOne, dass "wem es schadet, der/diejenige dann nicht weiterspielt" kann ich aber (leider) nicht unterschreiben - viel zu oft gibt es Menschen die an Dingen die ihnen schaden festhalten. (was aber wiederum der "Fehler" derjenigen Person ist und nicht des Umstandes in dem sie sich befinden(oder alternativ des Spieles, welches sie spielen.)
Ich persönlich mag es, wenn ein Spiel, Film, Buch ein glaubwürdiges und im Kontext der Story passendes Ende hat. Ausserdem ist für mich - auch ohne dass ich hier mitgelesen hätte, was ich wie gesagt sowieso nur oberflächlich getan habe - eh schon jetzt klar, dass sich bei Enderal wohl kein "rosa-zuckerwatten-Ende" abzeichnet. (was ich wohl auch ganz gut -weil passend und in sich stimmig- finden werde und was meinem Spielspass (zumindest bis jetzt) auch kein bisschen schadet.)
LG
Ich denke, wenn jemand sich von einem Spiel wie Enderal (alternativ hier einzusetzen auch Film, Buch etc) sich so extrem mitreissen lässt, dass es Auswirkungen auf die Realität des Betreffenden hat oder anders gesagt seine Psyche schädigt, denn hat diejenige Person auch ohne das entsprechende Spiel, Film, Buch ein grundlegendes Problem oder halt schlicht und einfach die Unfähigkeit (aus welchen Gründen auch immer) sich in einem adäquaten Mass vom fiktiven Inhalt des entsprechenden Mediums abzugrenzen. (Damit will ich aber keinesfalls sagen dass es was Schlechtes ist, in so einem Spiel zeitweise "aufzugehen" - nur eben: zeitweise!) Solchen Menschen mag ein Spiel wie Enderal vielleicht tatsächlich schaden, aber das kann keinesfalls der "Fehler" des Spieles an sich oder des Writers der Story sein, sondern diese Defizite (nicht (ab)-wertend gemeint, auch wenn es sich wohl so liest) sind dann meiner Meinung nach, bei sich selber zu suchen. Des Weiteren sind solche Menschen dann auch von zahlreichen realen Lebenssituationen hoffnungslos überfordert...
Im Übrigen finde ich es ziemlich anmassend, aufgrund der Entwicklung einer Geschichte in einem Spiel, zu meinen, Rückschlüsse auf den Charakter des Storywriters ziehen zu können.
Die Aussage von HanSoloOne, dass "wem es schadet, der/diejenige dann nicht weiterspielt" kann ich aber (leider) nicht unterschreiben - viel zu oft gibt es Menschen die an Dingen die ihnen schaden festhalten. (was aber wiederum der "Fehler" derjenigen Person ist und nicht des Umstandes in dem sie sich befinden(oder alternativ des Spieles, welches sie spielen.)
Ich persönlich mag es, wenn ein Spiel, Film, Buch ein glaubwürdiges und im Kontext der Story passendes Ende hat. Ausserdem ist für mich - auch ohne dass ich hier mitgelesen hätte, was ich wie gesagt sowieso nur oberflächlich getan habe - eh schon jetzt klar, dass sich bei Enderal wohl kein "rosa-zuckerwatten-Ende" abzeichnet. (was ich wohl auch ganz gut -weil passend und in sich stimmig- finden werde und was meinem Spielspass (zumindest bis jetzt) auch kein bisschen schadet.)
LG
Zunächst einmal möchte ich mir der Fadenstarterin anschließen: Ich kenne kein anderes Spiel, das mich emotional so mitgerissen hat wie Enderal. Skyrim hat mir zwar Spaß gemacht, löste aber keine sonderlich tiefen Gefühlsregungen aus. Es herrscht Bürgerkrieg? Too bad. Leute sterben? Oh, well. Drache verschlingt die Welt? Krempelt die Ärmel hoch, Mainquest in Sicht.
Enderal ist anders. Ganz anders.
Enderal ist anders. Ganz anders.
Ganz kurzer Kommentar: Eigentlich sollte sich Jespar entschuldigen. Wobei das nur passiert, wenn er dich vor der Sternenstadt-Mission im Sonnentempel weckt. Hat er das? 
Nein, bei mir war es Calia. Ich nehme an, man wird automatisch von dem Begleiter geweckt, bei dem man höhere Sympathiewerte hat. Da man bei der Szene in der Silbernen Wolke ziemlich leicht Punkte bei Jespar verliert, wenn man sich von seiner Es-ist-mir-egal-Attitüde ankratzen lässt, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass eine Entschuldigung von seiner Seite umso unwahrscheinlicher wird, je verletzter der Hauptcharakter reagiert. Was... irgendwie nicht ganz unpassend für ihn wäre, nehme ich an.
Bei mir ist dasselbe, kein Spiel hat es geschafft mich je so hineinzureißen wie dieses, es hat sogar Geschafft
Gefühle ihn mir zu wecken, zu viele. Ich bin ein eher kalter Mensch, die nicht viel mit anderen anfangen kann.
Auf jeden Fall habt ihr großartige Arbeit geleistet mit eurem Spiel, es ist wahrlich ein Meisterwerk.
@Inachis Io
Ich kann vieles Nachvollziehen, es gab viele Dinge die mir aufgefallen sind, ich aber nichts tun konnte, aber was mich immer wieder erstaunt, selbst bei vielen Dingen wo ich bei jeden Spiel sofort aufgehört hätte, konnte ich bei diesem weitermachen, sie haben mich zwar gestört, aber die Story war so gut, das ich unbedingt weiterspielen wollte.
Gefühle ihn mir zu wecken, zu viele. Ich bin ein eher kalter Mensch, die nicht viel mit anderen anfangen kann.
Auf jeden Fall habt ihr großartige Arbeit geleistet mit eurem Spiel, es ist wahrlich ein Meisterwerk.
@Inachis Io
Ich kann vieles Nachvollziehen, es gab viele Dinge die mir aufgefallen sind, ich aber nichts tun konnte, aber was mich immer wieder erstaunt, selbst bei vielen Dingen wo ich bei jeden Spiel sofort aufgehört hätte, konnte ich bei diesem weitermachen, sie haben mich zwar gestört, aber die Story war so gut, das ich unbedingt weiterspielen wollte.
Ich habe mir jetzt mal Jespars Entschuldigungsszene angesehen und muss sagen, es ist wirklich schade, dass ich sie beim ersten Durchgang verpasst habe. Das ist genau das Verbindungsstück, das mir da ursprünglich gefehlt hat.
@ NotGo0d
Ich verstehe vollkommen, was du meinst. Mich hat die Story auch nicht losgelassen, obwohl ich meine Spielfigur direkt ins Verderben rennen sah. Und dann waren da noch die zahlreichen Abstürze, die sich nur mit Mühe auf ein erträgliches Maß zurecht stutzen ließen und die mich normalerweise dazu bewegt hätten, das Spiel einfach sein zu lassen. Diesmal nicht. Ganz großes Kompliment an die Schreiber. Es war nicht nur eine mitreißende Geschichte, sondern auch eine, die zum Nachdenken anregt.
@ NotGo0d
Ich verstehe vollkommen, was du meinst. Mich hat die Story auch nicht losgelassen, obwohl ich meine Spielfigur direkt ins Verderben rennen sah. Und dann waren da noch die zahlreichen Abstürze, die sich nur mit Mühe auf ein erträgliches Maß zurecht stutzen ließen und die mich normalerweise dazu bewegt hätten, das Spiel einfach sein zu lassen. Diesmal nicht. Ganz großes Kompliment an die Schreiber. Es war nicht nur eine mitreißende Geschichte, sondern auch eine, die zum Nachdenken anregt.
@Inachis Io
Und ich bin immernoch begeistert wie die Charaktere geschrieben wurde, kaum ein Spiel hat bei mir so einen Eindruck hinterlassen.
Dabei liegt der Augenmekr nicht nur auf andere Charaktere, besonders der eigene ist ziemlich gut, die Hintergrundgeschichte, die Zukunft, alles hat mich mitgerissen und so konnte ich mich ziemlich gut einfinden und sie spielen, das ist meiner Meinung nach die größte Stärke vom Spiel, wenn man sich nicht in seinen Char reinsteigern kann, zieht das einen stark runter, noch schlimmer ist wenn man ihn nicht mag, bei Enderal bildet man sich natürlich seinen eigenen Char, aber man bezieht viele Informationen aus der Vergangenheit, was einem es erleichtert sich einzufühlen ohne dich festzulegen, wie der char ist.
In Witcher 3 hat man Geralt, einen kompletten Char mit allem drum und dran, man kann sich nicht selbst entfalten und ihn Skyrim hat man gar nichts, man muss sich komplett selbst erstellen. Ich mag zwar beide Spiele und keins von denen ist wirklich schlecht, aber bei Enderal hat man die Perfekte Mitte getroffen.
Dabei liegt der Augenmekr nicht nur auf andere Charaktere, besonders der eigene ist ziemlich gut, die Hintergrundgeschichte, die Zukunft, alles hat mich mitgerissen und so konnte ich mich ziemlich gut einfinden und sie spielen, das ist meiner Meinung nach die größte Stärke vom Spiel, wenn man sich nicht in seinen Char reinsteigern kann, zieht das einen stark runter, noch schlimmer ist wenn man ihn nicht mag, bei Enderal bildet man sich natürlich seinen eigenen Char, aber man bezieht viele Informationen aus der Vergangenheit, was einem es erleichtert sich einzufühlen ohne dich festzulegen, wie der char ist.
In Witcher 3 hat man Geralt, einen kompletten Char mit allem drum und dran, man kann sich nicht selbst entfalten und ihn Skyrim hat man gar nichts, man muss sich komplett selbst erstellen. Ich mag zwar beide Spiele und keins von denen ist wirklich schlecht, aber bei Enderal hat man die Perfekte Mitte getroffen.













