Ein Brief aus Enderal:
Tealor,
Freiheit.
Es mögen nur acht Federschwünge sein, aber gibt es ein anderes Wort, das unzählige Tyrannen und Rebellen gleichermaßen als Banner für ihre Blutrünstigkeit hissten?
Du sprichst von einem inneren Wandel, den du - den wir, der Orden vollzogen haben, von einem höheren Ziel, das wir verfolgen und einer größeren Bedrohung, die es abzuwenden gilt. Aber ich frage mich - Worum geht es dir wirklich?
Seit Generationen regierte ich an Malphas' Seite über dieses Land. Ich habe die Kriege beobachtet, die auf Nehrim und Qyra wüteten, ich habe gesehen, wie machthungrige Männer und Frauen nach mehr und mehr gierten und ihre Soldaten sich willenlos und fanatisch für leere Worte in den nächsten Pfeilhagel stürzten.
Ich bin alt geworden, Tealor, und ich würde niemals behaupten, dass meine Hände rein von Blut sind - Tatsächlich hatte ich in den unzähligen Jahren meiner Regentschaft Entscheidungen zu treffen, die mich bis heute tief in die Nacht verfolgen. Aber alles, was ich im Namen des Ordens tat, tat ich, um das höchste Gut zu bewahren: Die Stabilität - und damit den Frieden.
Ich weiß nicht, wie viel der Worte, die die Priester jeden dritten Mond verkünden, tatsächlich das Ergebnis Malphas' eigener Reflexionen sind und welche davon lediglich dazu dienen, das Volk vor dem spirituellen Chaos zu bewahren. Aber selbst blickend auf die dunklen Gassen der Unterstadt fühle ich, dass mein Weg - unser Weg - nicht der falsche gewesen sein kann. Denn die Endraläer sind glücklich. Sie glauben an den Pfad, der ihrem Leben einen Sinn gibt, sie glauben an die Wiedergeburt nach einem wegestreuen Leben. Und selbst wir, die es verstanden haben, die Geheimnisse der Natur für uns zu nutzen, wissen nicht die Antworten auf alle Fragen. Nein, auch wir können nur mit Wahrscheinlichkeiten rechnen und darauf hoffen, richtig zu liegen.
Um die Frage zu beantworten, die du mir in deinem Brief stelltest: Ja, ich bin davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, die Kunde von den Geschehnissen auf Nehrim dem Volk vorzuenthalten. Ich wage mir gar nicht auszumalen, welch Chaos der Verlust allens, woran man geglaubt hat, auslösen könnte.
Schreite wohl,
Natara Dal'Veram, Oberhaupt des Ordens
Schon wieder sind mehr als zwei Monate seit den letzten Neuigkeiten vergangen - Die Entwicklung geht derzeit solide voran, wenn auch die Creation Engine vor allem in Sachen Questimplementierung häufig gefühlte Stolpersteine in den Weg legt. Aber nichtsdestotrotz machen wir erkennbare Fortschritte - Auch Teile des neuen Gameplays sind mittlerweile integriert und sobald wir soweit sind wird es auch von dieser Front eine News mit einem kleinen Video geben.
Wie der obige Brief des Charakters
Natara Dal'Veram an
Tealor Arantheal vermittelt, legen wir auch in Enderal viel Wert auf eine ausgearbeitete, facettenreiche Lore. Nicht nur neue Kreaturen und Fraktionen wird es geben - Enderal wird durch seine abgeschottete Lage eine vollkommen eigene Kultur haben, mit eigenen Denkensweisen, Mythen, Legenden und Problemen.
Im Zuge dessen beschlossen wir ebenfalls, dem Lichtgeborenen Malphas sowohl optisch, als auch geistig eine Komplettüberarbeitung zu spendieren. Wie hat wohl ein Reich ausgesehen, dass jahrtausendelang unter der Regentschaft eines Lichtgeborenen stand? Welchen Glauben lebten die Menschen und wie wurde politische Stabilität garantiert?
Alles Fragen, auf die die Welt von
Enderal Antworten liefern wird!
Danke an unseren 2D/3D-Artist
Tumhoy, der uns das Konzept für diese symbolträchtige Statue des "neuen" Lichtgeborenen Malphas lieferte!