https://sureai.net/forum/viewtopic.php?t=7231
Wir haben modulare Kits benutzt, um die Häuser zu bauen. Sie besitzen also wiederholende Elemente. Anders ist das bei großen Leveln weder unter dem Kostenaspekt realistisch umsetzbar, noch reicht die heutige Hardware aus um jedem Objekt seine eigene Textur zu spendieren. Das können nur kleine Spiele wie "The Vanishing of Eathan Carter". Dafür ist der VRam der meisten Grafikkarten schlicht zu klein und bei The Witcher 3 läuft es ja auch nur ab 4GB VRam relativ überschaubar auf höchsten Einstellungen - Und 2GB VRam sind immer noch die gängigste Ausstattung bei Gamern (langsam ablösend). Bringt dir am Ende auch nichts, wenn jedes Haus eigene Texturen und Modelle hat, und nur Leute mit einer GeForce Titan können das in ansehnlicher Grafik spielen. Und um das mit dem von oben zu verbinden: Auch hier könnte man uns vorwerfen, einfach zu faul gewesen zu sein. Wenn man aber die Rahmenbedingungen kennt, siehts plötzlich ganz anders aus.
HanSoloOne wrote: Ich finde diesen Kritikpunkt aber gewaltig! Somit wirkt die Spielwelt lediglich wie eine Hintergrundkulisse und vermittelt kein lebendiges Spielgefühl. Ob der Aufwand so immens gewesen wäre, wie du vermutest, lasse ich mal dahingestellt.
Auf jeden Fall ist dieser Umstand absolut unglaubwürdig. Ob man es hinnimmt oder nicht, ändert an der Tatsache nichts.
Definitiv hätte man die Welt kleiner machen können, garantiert nicht schlauchartig. Wie es bspw. in Teil 2 der Fall war![]()
Gothic 2 z.B. hatte eine Spielzeit von 50h+ in einer relativ kleinen Spielwelt. Die Spielwelt von Witcher 3 ist 50? 75? 100? mal so groß, die Spielzeit hingegen nur etwa doppelt so lang. Das zeigt doch schon, dass es wohl nicht geschafft wurde, einen Content zu implementieren, der der Größe der Spielwelt gerecht wird. Die Größe mag wohl durch den Roman vorgegeben sein, das sehe ich ein. Dann muss sich der Entwickler dennoch diese Kritik gefallen lassen
Mit "Vorbeilaufen" ist es aber nicht getan. Dieser Content ist Bestandteil der Spielwelt und macht sie unglaubwürdig. Ob man den Content mitnimmt oder nicht.
Das heißt ja nicht, dass es keine Spiele gibt, die noch filmmäßiger designed sind.
Wie gesagt: auf niedrigstem Schwierigkeitsgrad ist es quasi ein Film. Da geht es dann nur noch darum, möglichst schnell der in vielen Cutscenes geschilderten Story zu folgen.
Geralt ist ein Hexer und hat übermenschliche Fähigkeiten. Daher ist er kein (normaler) Mensch.
Da hast du wohl recht. Ändert aber nichts daran, dass man sich bei der Entscheidung, ein solches Spiel zu erstellen klar sein muss, dass die Immersion stark darunter leidet.
Das finde ich tatsächlich auch. Witcher 1 hat mir am Ehesten gefallen und ich muss zugeben, dass ich es recht gerne gespielt habe. Ganz im Vergleich zu den beiden anderen Teilen.
Das Setting mag zwar rau, düster und erwachsen sein. Zu einer stimmigen Atmosphäre gehört aber noch wesentlich mehr, wie ich finde. Eben ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit und das fehlt imo halt gerade bei Witcher 3 an jeder Ecke.
Aber ich bin auch in dem Punkt deiner Meinung: TES ist in einigen dieser Punkte wesentlich schwächer![]()
NACHTRAG: was mir gerade noch einfällt, das sind die unsäglichen Faustkämpfe. Auch wieder ein "Feature" der Kategorie "künstlich". In jeder Siedlung finden in irgendeiner Taverne oder davor diese Faustkämpfe statt. Sehr schlecht und unglaubwürdig implementiert. Da merkt man, dass es sich nur um einen Platzhalter handelt, dessen Mechanismus nach Schema F abläuft. Nicht stimmig.....
Metanoeite wrote: Ganz kurz, und nur deshalb weil ich das als Entwickler zunehmend subjektiv finde wenn in die Richtung Faulheit oder fehlender Ambition spekuliert wird: Es ist einfach, Faulheit zu unterstellen, wenn man die Rahmenbedingungen einer millionenschweren Produktion nicht kennt (...). Am Ende heißt es für die führenden Mitarbeiter bei den Produktionen nämlich nicht: "Sammeln wir coole Ideen und verwandeln sie in Spielwelten - magic!", sondern "Was ist wie teuer, wie groß ist der Nutzen, wie viel Geld haben wir und müssen wir A einstampfen, wenn wir B machen wollen?".
Marais wrote:
Sorry, bei so langen Beiträgen kann es schonmal vorkommen, dass ich nicht jedes einzelne Wort weise abwäge, bevor ich auf den "Absenden"-Button drücke. Ich wollte eigentlich damit eigentlich nur ausdrücken, dass die Entwickler offenbar andere Sachen eben wichtiger fanden. Tut mir leid, wenn das jetzt falsch rübergekommen ist. Ich hoffe aber, dass man, wenn man meinen Beitrag in seiner Gesamtheit ließt, durchaus erkennen kann, dass ich die Entwickler von CDProject hier nicht unangemessen kritisieren möchte, sondern im Gegenteil ihre Arbeit eher verteidigt habe.
Naja, es gibt jetzt wirklich wichtigeres als ein paar 3D-Modelle, die am Ende eh alle im Spielerinventar verschwinden. So unglaubwürdig ist das auch nicht, schließlich steckst du ja auch in der Realität nicht alles in die Taschen, was nicht niet- und nagelfest ist.
Übermenschliche Fähigkeiten besitzt auch der Held in Gothic am Ende des Spiels. Typisch RPG, würde ich sagen.
Gibt es dann außer der Gothic-Reihe überhaupt RPGs, die du immersiv findest? Ich meine, sonst gibt es doch keinerlei Spiele (ok, Nehrim), die dieses System einsetzen. Von daher finde ich es etwas übertrieben zu sagen, dass darunter die Immersion "stark leidet."Grundsätzlich: Das ist ein kleines Forum und ich finde es deshalb nicht schlimm wenn ein Thema mal OT wird (besser, als das ein Thema nach 3 Antworten für immer "einschläft!. So lange es in Maßen bleibt. Aber die Hälfte dieses Threads besteht inzwischen aus Themen die nichts mit Enderal am Hut haben und die meisten User haben sich aus der Diskussion ausgeklinkt. In dem Sinne: Bitte back to topic.
HanSoloOne wrote:
Na klar. Aber diese hat er sich im Laufe des Handlungsverlauf erarbeitet und er mag vllt. der Auserwählte sein, bleibt aber dennoch ein Mensch. Und so übermenschlich sind seine Kräfte auch nicht
Aber er ist immerhin ein Mensch und kein "Fabelwesen"![]()
Du wirst es dir wsch. fast schon denken: kaum!
Die Immersion in Gothic ist für mich auch heute noch das Maß der Dinge. Ich kenne kein Spiel, das im Ansatz eine so fesselnde Atmosphäre erzeugt und ein deratiges Maß an Lebendigkeit versprüht.
Da ich Gothic und die dort umgesetzte Immersion kenne, ist es natürlich schwierig, mich dbzgl. (in dem für mich entscheidenen Punkt) zu überzeugen![]()
Metanoeite wrote:Grundsätzlich: Das ist ein kleines Forum und ich finde es deshalb nicht schlimm wenn ein Thema mal OT wird (besser, als das ein Thema nach 3 Antworten für immer "einschläft!. So lange es in Maßen bleibt. Aber die Hälfte dieses Threads besteht inzwischen aus Themen die nichts mit Enderal am Hut haben und die meisten User haben sich aus der Diskussion ausgeklinkt. In dem Sinne: Bitte back to topic.![]()
Gothic war toll, keine Frage, aber man kann doch nicht ernsthaft jedes Spiel nach dem gleichen Schema aufbauen. Sowas wird irgendwann auch mal langweilig, wie man gut an der Risen-Reihe sieht. Das ist von der Mechanik her nichts anderes als Gothic, atmosphärisch aber meilenweit unterlegen.
Marais wrote:Teilt ihr die Gebiete der Spielwelt eigentlich im Team untereinander auf, so dass jeder "seinen" Landstrich oder Dungeon designen kann oder macht jeder mal in jeder Ecke der Spielwelt ein bisschen was?
Filizitas wrote:Woher willst du wissen wie es in großen Firmen ist? Klar ist es Aufjedenfall strukturierter aber man kann jetzt schlecht sagen: cdproject hat den 100% gleichen Aufbau wie ein Bethesda.
Der Punkt den du aussagst hat zwar Berechtigung doch die Begründung ist doch sehr wage.
Wir alle wissen das die spiele Branche immoment mit qualitätskrämpfen zutun hat und da ist es wichtig dieser industralisierung zu widerstehen. SureAI ist auf dem besten Wege das durchzusetzen, risen jedoch ist ein ganz anderes problem.
SureAI steht vor dem gewaltigen Problem das piranha bytes so schwach gemacht hat, publisher und geld. Gothic 3 ist an jowood gestorben eben weil die zu groß gepokert haben. Wenn eine firma zu groß wird gibt es nur ein risko und das ist alles aufeinmal.
SureAI muss aufpassen und wird noch viele jahre starken alleinaufwand betreuen müssen, nur so kann als kleine team die qualität gegen preis gerecht werden.
Metanoeite"
Ich sprach weder von Bethesda noch von CDProject. Aber du wirst nicht lange suchen müssen um Firmen zu finden deren Pipelines so stromliniernförmig sind wie von mir beschrieben. Hast du je in Unternehmen mit mehr als hundert Mitarbeitern gearbeitet? Was denkst du wir groß ist der kreative Impact eines Mitarbeiters? Du machst das ganze Projekt nichts anderes als einen kleinen Teil des Projekts - Steintexturen, Lichter platzieren, ein Zahnrad im Getriebe und sonst nichts.
SureAI steht vor keinem vergleichbaren Problem. Wir machen Enderal mit freiwilligen Mitarbeitern (was ganz andere Probleme zur Folge hat). Da gibts keine Geldgeber.