Leider steht es momentan finanziell eher schlecht um die Gamesbranche. Die letzten Jahre brachten für viele Publisher zurückgehende Verkaufszahlen und steigende Entwicklungskosten. Deshalb kann und wird sich in der Zukunft an der Herstellerpolitik nicht viel ändern können. Die Entwicklungskosten für heutige Gameengines sind enorm und steigend, die Verkaufszahlen abnehmend, sodass Hersteller sparen müssen. Das können sie aber nicht an der Gameengine. Das mögen viele von euch Rollenspielliebhabern nicht so eng sehen, aber je besser die Optik, desto besser die Verkaufszahlen. Ein Spiel mit schlechter Grafik und guten Inhalten verkauft sich Anno 2011 quasi nur noch an Hardcorespieler, die sind aber zu wenige um die Kosten zu decken. Im Massenmarkt dominiert ganz klar die Qualität der Engine vor der Qualität der Spielinhalte. Und heute sind Engines so teuer, dass man keinen teuren Spielinhalt mehr liefern kann. Niemand entwickelt heute noch ein RPG, dass auf eine kleine Zielgruppe ausgerichtet ist, weil eine kleine Zielgruppe die kosten nicht decken kann. Und das Publisher auch nicht Geld wie Heu haben hat neulich die Jowoodpleite gezeigt.
Ja, und die Spielergemeinde kann das ändern. Aber nicht so, wie du es dir vorstellst. Wenn die Spielergemeinde gute und damit teure Spiele möchte, muss sie deren Herstellungskosten tragen und bereit sein mehr als 50 Euro pro Spiel zu bezahlen. Ist sie aber nicht. (Was ich aber bei heutiger Herstellerpolitik a la Unterbinden von Weiterverkauf über Steam o.ä. verstehen kann...)
Der Mainstreamspieler (der mindestens 90% der Kundschaft stellt) möchte ein billiges Spiel mit guter Grafik. Genau dieser Markt wird bedient. So lange sich die Nachfrage nicht verändert, wird sich das Angebot nicht verändern.