https://forum.sureai.net/viewtopic.php?t=1563
Dark Fortress wrote:Ich bin 30 Jahre alt, habe mein Magisterstudium mit Hauptfach Neuere und Neueste Geschichte abgeschlossen und promoviere seit einem Jahr extern in eben diesem Fach. Das ebenfalls nur am Rande.Mordred wrote: Für Drakensang muss man nicht 14 sein an die Gruppe war das Spiel auch nicht gerichtet (ich bin übrigens 26, seit über 12 Jahren Dungeon Master, LARP Spieler und Student der mittelalterlichen Geschichte nur so am Rande erwähnt). Das schließen von Regionen mag etwas eigenwillig sein aber wenn es zum Konzept passt (ergo man muss da auch nicht mehr hin) wo sollte das Problem sein? Du ein Pen&Paper Kenner? Was kennst du denn?
So, nachdem der "Schwanzvergleich" in Sachen Bildung abgehakt ist, kommen wir zu deiner Frage, was ich den so für Pen&Paper kenne.
Da wären Traveller (Erstausgabe), Gurps (Basisregeln mit eigenem Fantasy-Hintergrund), DSA, AD&D, PP&P (google mal schön, viel Spaß), Cyberpunk und weiß der Geier was ich noch so alles mal angespielt habe. Reicht das um mitreden zu dürfen?
Meine Emotionale Gebundenheit zu Nehrim besteht einzig und allein in meiner allgemeinen Unzufriedenheit mit der Spieltiefe und dem Anspruch von aktuellen Computer-RPGs.Ihr beiden seid ein gutes Beispiel dafür warum bei Bewertungskomiteen auf Unbefangenheit achtet. Ihr seid in keiner Form objektiv. Scheinbar habt ihr eine emotionale Gebundenheit zu dem Nehrim Projekt und seid daher auch nicht ernst zu nehmen. Alleine wenn man schon von Respektwertungen liest kann mans ich nur an den Kopf fassen.
Es fängt schon damit an das viele Sprecher unpassend sind (der Chefe in der Abtei klingt als wäre er von nem Anfangs 20iger gesyncht worden). Die Aussprache ist nicht Mittelalterkonform sonder ist eher Neuzeitdeutsch
Im Gegensatz zu sowas wie Drakensang sind die Nehrim Leute aber nicht mit dem Anspruch angekommen, auf europäisches Mittelalter anspielen zu wollen. Denn da liegt bei Nehrim ja so einiges im Argen (zB: es gibt dort 'schon' die Eisenbahn aber keine Kutschen?).
Der Umfang ist zu gering grade verglichen mit Monstrositäten wie Gothic 3 oder aber auch dem älteren Baldur's Gate 2 falls das hier noch wem was sagt aber auch gegen ein Divinity 2 oder Drakensang zieht es deutlich den kürzeren.
Aber mit Risen kann's vom Umfang sehr gut mithalten.
Die Quests ansich sind mit ihren verschachtlungen zwar ganz nett aber auch da kennt man besseres (The Fall)
Es gibt besseres? Ist das wirklich ein 'valides' Argument gegen die Meinung, Nehrim sei an sich mit kommerziellen Spielen konkurrenzfähig? Du weißt die Antwort...
DitoDie Story nunja (ich bin noch nicht ganz am Ende) ist bisher als oberer Durschnitt zu bezeichnen.
Mordred wrote: Am Rande: Mit deinem Sprachstil (ich hab deine anderen Beiträge gelesen) und deiner Art bist du definitiv nicht 30 und schon gar kein Magister. Du bist allerhöchstens dabei dein Abitur zu machen wobei ich selbst daran erhebliche Zweifel hege. Davon ab würde ich gerne mal lesen wo man "neueste" Geschichte studieren kann.
Hast du mal irgendetwas gemeistert oder bist du einfach nur mal reingehüpft hast dummes Zeug gemacht und ab zum nächstem? Ersteres würde dich qualifizieren letzeres nicht.
Deiner History zufolge warst du doch schon extrem heiß auf diese Spiel daher ist Verbundenheit definitiv gegeben. Warum streitest du es ab? Davon ab ist Ziegel in löcher stopfen (was du in einem anderem Thread jemandem vorhalten wolltest) nicht anspruchsvoll.
Es gibt besseres ist vom Niveau her auf der Ebene wie eure Vergleiche mit der kompletten kommerziellen Welt als Pauschalsystem dem unzulänglichkeiten aller Spiele gemeinsam angekreidet werden statt zu differenzieren.
Ich krieg halt wirklich einen Hals bei sowas wie: "Für deinen Beitrag gehört dir mal kräftig ins Gesicht getreten."
So eine 'lustige' Figur möchte ich dann schon ein wenig austesten... vor allem wenn er/sie/es damit anfängt, seinen/ihren (in meinen Augen nicht einmal sonderlich bemerkenswerten) Werdegang als Argumentationsstütze einzuflechten.
Lord Dagon wrote:Wie man so schön sagt: Don´t feed the trolls.
Selbst die Entwickler dürften nicht auf die Idee kommen ihr Werk über Gothic 3 zu stellen. Anbetracht der vielen Gemeinsamkeiten gehe ich sogar schwer von aus das sie die Gothic Spiele sehr schätzen. Selbst die Story weißt einige Gemeinsamkeiten auf. So sind die Ideen einer gewissen Führungsperson in Nehrim ähnlich derer die ein gewisser Schwarzmagier In der Gothic Serie äussert. Stichwort "Götter" wenn auch die Form unterschiedlich ist.
Mordred wrote:Märchen waren ursprünglich für Erwachsene mal am Rande ;>arvisrend wrote:Ja, 8 reicht wohl auch aus...Mordred wrote:Für Drakensang muss man nicht 14 sein
Ich habe DS nicht gespielt, aber wenn es von Erzählstil, Dialogen und Stimmung so ist wie die DS2-Demo, dann weiß ich nicht, ob ich das nicht auch mit 8 schon kindisch gefunden hätte. Da ist ein Märchenbuch erwachsen dagegen.
Allerdings, das Landschaftsdesign scheinen die verdammt gut hinbekommen zu haben.
Mordred wrote:Drakensang hat im Gegensatz zum aktuellem Trend der "Dark Fantasy" eine eher heiteren Stil wie einige Ultimas früher. Es ist "schöner" ja. Deswegen wird es aber nicht kindisch. Höchstens vllt für pubertierende Kinder die sich an den knappen Klamotten von Morigan oder den Tittenbildchen aus Witcher aufgeilen. Sowie den "epischen" finishing Moves die normale Menschen ab circa dem zweitem mal nerven.
Mordred wrote:Aber wo wir grade bei Dragon Age sind. Gib dir mal Oghren im Awakening Add-On DAS ist kindisch. Man hat ständig den Eindruck dieser Charakter wurde entwickelt um Bushido Fans zu beglücken.
Mordred wrote:willkürliche Niederwürfe gibts es eigentlich nicht. Mit steigendem Skill und Level lässt das erheblich nach.
Mordred wrote:Das die Partein nicht seelenruhig zugucken wie jemand ihre Städte zerpflückt würde ich aber eher als Pluspunkt sehen. Im Gegensatz zu Beispielsweise Dragon Age wo man vor ihren Augen ihre Besitztümer rauben kann oder sich ein anderen Gebieten wie die Axt im Walde aufführt und es juckt niemanden.
Lord Dagon wrote:Nunja, wenn ich ehrlich bin... Ich halte Gothic 1 und 2 für gute Spiele, während mich Gothic 3 völlig kalt lies, und das nicht aufgrund der Bugs. Das einzige, was mir per se an Ähnlichkeiten zu Nehrim einfällt, wäre das Skillsystem. Es gibt in Nehrim Götter, toll... Die sind aber im Gegensatz zu Gothic keine wirklichen Götter und das Hauptaugenmerk liegt in Nehrim eindeutig in der scheinbaren Unabwendbarkeit des Schicksals und den ewigen Kampf, den das Schicksal verursacht. Die Götter sind nur eine Begleiterscheinung dessen. So etwas gibts nicht in Gothic. Deshalb scheue ich ganz klar den Vergleich. Bei mir persönlich kam beim Spielen von Oblivion schon mehr Atmosphäre auf, als in Gothic 3. Die im Vergleich zu den Vorgängern mir extrem lasch vorkommenden Charaktere und die beinahe lächerliche Handlung haben ihr Nötiges dazu beigetragen. Die Charaktere haben in Gothic 3, wie ich finde, ihren Charme aus den Vorgänern verloren. Ich meine, ich verbrachte den Anfang des Spiels damit eine Ortschaft nach der anderen zu "befreien", um nach dutzenden Spielstunden Xardas zu finden, der gerade mal 2 Sätze zu mir sagt und mich damit auf die Reise schickt, um irgendwelche Steine einzusammeln, die über die ganze Welt verteilt sind, ohne zu wissen worum es eigentlich geht. Weiterer Dialog ist weder mit Xardas noch mit einem anderen wichtigen Charakter wirklich vorhanden gewesen. Das fand ich gegenüber den Vorgängern mehr als schwach. Leider sind die schwachen Charaktere auch in Risen "vererbt" worden, wo mich die Handlung ebenfalls enttäuscht hat. Das hatte mit der glaubwürdigen und durchdachten Handlung aus Gothic 1 nichts mehr zu tun. Generell wäre ich vorsichtig damit, Gothic als Vergleich herzuziehen. Dieses Spiel spaltet die Meinungen wie kein anderes. Bei vielen Spielern sind die Gothicteile sehr umstritten, bei anderen sehr beliebt. Kommt wohl immer auf die persönlichen Präferenzen an. Gleiches gilt auch für Nehrim. Die Behauptung, Nehrim wäre besser als Gothic (oder umgekehrt), befindet sich auf gleicher Ebene wie die Behauptung, Äpfel seien besser als Bananen.Selbst die Entwickler dürften nicht auf die Idee kommen ihr Werk über Gothic 3 zu stellen. Anbetracht der vielen Gemeinsamkeiten gehe ich sogar schwer von aus das sie die Gothic Spiele sehr schätzen. Selbst die Story weißt einige Gemeinsamkeiten auf. So sind die Ideen einer gewissen Führungsperson in Nehrim ähnlich derer die ein gewisser Schwarzmagier In der Gothic Serie äussert. Stichwort "Götter" wenn auch die Form unterschiedlich ist.
Wie man Oblivion über Gothic 3 setzen kann ist mir nun wirklich ein Rätsel.
Die Story von Oblivion war nun wirklich arg primitiv.
Bei Gothic 3 treten die alten Charakter auch klar in den Hintergrund man konzentriert sich auf die Orks, die Rebellen, die Waldläufer, die Assasinen, die Nordmarer und die Nomaden (wobei letztere eher wenig vertreten sind).
Logischerweise haben sie nicht mehr den gleichen Raum inne wie in Gothic 1 wo sie zu den Storyträgern zählten. Frage mich stellenweise welche Erwartungshaltung die Leute an Gothic 3 hatten. Die Lager sind nun einmal Vergangenheit
Lord Dagon wrote:Ich zitiere mich nur selbst ungern, aber: "Es fällt einigen Menschen scheinbar immer noch schwer zu glauben, dass jeder Mensch verschiedene Vorlieben hat und man aus diesem Grunde nicht das ultimative "Spiel" (Lässt sich aber auf alles mögliche beziehen) nennen kann. Jeder kann nur für sich selbst bestimmen, welches Spiel ihm am besten gefällt."Wie man Oblivion über Gothic 3 setzen kann ist mir nun wirklich ein Rätsel.
Ist es so schwer, anderen das Recht einzuräumen, ein Spiel schlecht zu finden, das dir gefällt? Wenn bei mir beim Spielen von Gothic 3 überhaupt keine Stimmung aufkam, dann war es eben so. Nicht, dass ich Oblivion besonders stimmig fand, das war es mit Sicherheit nicht. Aber das bischen Stimmung in Oblivion hinterlies in mir einen besseren Eindruck als gar keine Stimmung in Gothic 3.
Lord Dagon wrote:Die Story von Oblivion war nun wirklich arg primitiv.
Lord Dagon wrote: Was sie auf eine Ebene mit der Gothic 3-Story stellt. Land von Orks befreien (oder eben nicht)... Hat man alles schon gesehen... Die religionskritischen Elemente werden in Gothic kurz erwähnt, sie besitzen allerdings keine solche Vertiefung, wie das in Nehrim der Fall war. Nehrim setzt am Ende ja noch eins drauf und zeigt, dass sowohl die Religion als auch der Kampf gegen diese die Gründe für den ewigen Kampf sind. Eine solche Tiefe mit philosophischen Ansatz findet man in Spielen extrem selten, und in Gothic schon gar nicht. Zwar halte ich die Handlung von Gothic 1 + 2 für sehr gut und glaubwürdig, aber sie haben die philosophische Tiefe eines Baumstammes. Die braucht Gothic aber auch nicht. Ich möchte an dieser Stelle auch daran erinnern, dass Gothic 3 erst nach Beginn der Entwicklung Nehrims erschien. Aber man kann ja immer einfach sagen, wir hätten uns an anderen Spielen bedient...
Lord Dagon wrote:Das ist natürlich auch eine Argumentation. Damit sagst du gerade aus, dass glaubwürdige und tiefgründige Charaktere vom Hintergrund ablenken. Das ist in meinen Augen ziemlicher Unsinn, da Charaktere eines der wichtigsten Elemente einer Story sind. Eine gute Handlung lebt davon.Bei Gothic 3 treten die alten Charakter auch klar in den Hintergrund man konzentriert sich auf die Orks, die Rebellen, die Waldläufer, die Assasinen, die Nordmarer und die Nomaden (wobei letztere eher wenig vertreten sind).
Lord Dagon wrote:Ich bezog mich da nicht nur auf die alten Charaktere aus Gothic, und schon gar nicht auf die Lager. Allerdings waren diese Charaktere noch die am deutlichsten gezeichneten im ganzen Spiel, da mit Gothic 3 nämlich auch keine neuen starken Charaktere hinzu kamen. Soll heißen, dass sich das Spiel einzig und allein an den starken Charakteren der Vorgänger bedient hat, und selbst da haben sie es nicht mehr hingekriegt, diese wieder glaubwürdig zu zeichnen.Logischerweise haben sie nicht mehr den gleichen Raum inne wie in Gothic 1 wo sie zu den Storyträgern zählten. Frage mich stellenweise welche Erwartungshaltung die Leute an Gothic 3 hatten. Die Lager sind nun einmal Vergangenheit