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Topic title - Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler)

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Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Nicolas Samuel
Posted: 13.08.2016 04:28
Puh, schwer. Ihr könnt euch sicher sein, dass wir alles gut durchdacht haben und nicht irgendwo random Storyelemente platziert haben, die keinen Sinn ergeben.Manche Charaktere jedoch, wie z.B. die verschleierte Frau, sind aber bewusst offen für Interpretation gelassen - sobald wir "offizielle" Erklärungen abgeben, killt das ja automatisch jeden Wunsch der Community, selbst zu interpretieren. Außerdem finde ich viele der Interpretationen extrem interessant, und ebenso "valide" - gerade bei mystischen und bewusst nebulös gehaltenen Storyelementen ist meine Sichtweise ja letzten Endes auch nur meine eigene Interpretation, auch, wenn ich es geschrieben habe. Deswegen halte ich mich da lieber zurück. :)

Zum alten Mann kann ich nur ermutigen, sich das Anwesen und die Puppen nochmal genau anzusehen, den Brief nochmal zu lesen und mit seiner Frau im Keller zu sprechen. :mrgreen:
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by NapoleonSaga
Posted: 13.08.2016 07:35
Das ist tatsächlich etwas das ich öfters gemacht habte und einige Sachen haben sich tatsächlich ergeben.

Da haben wir einmal die Holzpuppe ohne Füße die auch in dem Traum mit den Hohen vorkommt, und den ominösen Titel "Die Ernte" trägt, was sich recht interessant darstellt weil ja immer gesagt wird "Wir säen die hohen ernten."

Die anderen Holzfiguren habe ich mir vor allem auch nachdem sie im Ending noch mal zusehen waren genau unter die Lupe genommen, doch wirklich viel konnte ich da nicht mehr erkennen, außer vielleicht die eine Schnitzerei namens "Brennen", die ja irgendwo in die Läuterung passt wo ja auch gesagt wurde "sie brannten wie die Sonne".

Dann sagt der Alte Mann auch das er ein fleischloser Beobachter sei, was mich erst daran denken ließ das er ein fleischloser Bote wie der Spielercharakter oder der Ordensmeister ist.

Da aber sowohl die Aussagen seiner Frau als auch seine eigenen dafür sprechen das er dies schon länger beobachtet, also scheint dies nicht ganz so zustimmen.

Trotzdem muss er in irgendeinem großen Kontext stehen da er ja mit seinem Wort der Toten sehr wichtig für den Zyklus und die Läuterung ist, weshalb ich auch die Idee hatte das er ein "Element" des Zyklus ist wie beispielsweise das Leuchtfeuer, aber das finde ich dann doch mehr als unbefriedigend und zu einfach, weshalb das denke ich auch nicht stimmt.

Bei seiner Frau war auch interessant das sie ähnlich im Wasser lag wie die Leichen in der Festung des Apothekarii oder, aber da bin ich mir nicht ganz sicher, die Leiche des schwarzen Wächters im Goliath.

Der Brief sowie das Rätsel drum herum beschreiben ja mehr oder weniger das er durch Hochmut gefallen ist, was ja auch irgendwo in das Muster des "Strebens nach Absolution" passt, welches mit Enderal ja häufig in den Kontext gesetzt wird.

Dann gab es da noch den seltsamen Kristall in dem verschlossenen Zimmer seines Anwesen aber der ist denke ich nur Deko.

Insgesamt bleibt das ganze also noch sehr mysteriös.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Lyrgiarwen
Posted: 13.08.2016 15:13
Nichts gegen eine gute Story....muss ja nicht immer Ponyhof sein.
Aber, IMHO, ist Enderal mir etwas zu sehr auf "alles geht den Berg runter" getrimmt.
Egal welcher Quest oder Dialog, nach kurzer Zeit verbreitet sich storytechnisch unweigerlich das "egal, was du tust, ist eh alles umsonst-Gefühl".
Die Auto-dialoge der NPC tun ihr übriges dazu.
Ich weis leider nicht, ob der Author der Story selbst unter einer Depri-phase während der Erstellung der Textpassagen gelitten hat, aber ein klein wenig mehr Vernunft-realismus wäre hier doch mehr.
Auch wenn man den roten Faden beibehält, ohne passende Erfolgserlebnisse kommt spätestens am Ende der Geschichte die grosse Enttäuschung und zwangsläufig die Frage, wozu man sich nun überhaupt angestrengt hat?!
z.B., wozu sollte man sich ein Haus liebevoll einrichten, wenn sicher ist, daß nach Abschluß der MQ definitiv Ende ist?!
Oder die Talente/Erinnerungen feintunen, wenns die grobe Variante auch tut?
Sowohl die Dauer-dunkel-Story als auch das fehlende Open-End sorgt meines Erachtens doch sehr für gedrückten Spielspaß und senkt den Anreiz des Nochmalspielens.
Grad bei einem Mod, der dermassen inhaltlich aufgearbeitet ist, ist dies extrem schade, denn das Potential ist schon fast so hoch wie der des Skyrim-Grundprogramms.
Vllt. könnten die Entwickler hier doch nocheinmal ihren Sargdeckel heben und n bissle Licht nach Enderal blicken lassen.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Nicolas Samuel
Posted: 14.08.2016 05:38
Ich war eigentlich weder depressiv, noch haben wir Enderal irgendwie auf etwas versucht, zu trimmen. Es ist einfach die Geschichte, die wir erzählen wollten, und ich finde, dass es genügend Lichtblicke gibt (Nebenquests, Companion-Quests usw.), um das wettzumachen. Kann aber nachvollziehen, wenn du das so empfindest, ich weiß, dass die meisten RPGs da andere Wege gehen, ist auch gut so. Enderal ist vielleicht etwas von der Realität inspiriert, und die ist, wenn man sich mit der Welt auseinandersetzt, nunmal leider etwas düster. Wenn du dir z.B. momentane weltpolitische Geschehnisse anschaust oder dich mal mit ein paar Syrern unterhälst, ist Enderal in Sachen Brutalität und Düsterkeit ziemlicher Ponyhof.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Scadur
Posted: 14.08.2016 11:00
Ich finde es echt genial, dass hier alle rätseln, wer oder was der Alte Mann und die Verschleierte Frau sind. Ich meine, eine deutliche Botschaft des Spiels ist ja: „Denke selbstständig!“ - und da alle hier genau das tun, finde ich wirklich großartig. :-D


Zum Thema Alter Mann:
Hat mich um den Schlaf gebracht!!! Ja, wirklich wahr. Ich habe genug Ringe für alle Menschen- , Elben-, und Zwergenfürsten unter meinen Augen. :-D Ich glaube auch nicht, dass ich mit meiner Theorie Recht habe, aber ich wollte meinen Hut auch mal in den Ring werfen.

Here we go:
Ich glaube nicht, dass er ein Hoher ist oder jemals war. Ein Hoher ist ja die Gesamtheit einer „Menschheit“ und wieso sollte er dann eine Frau (vermutlich seine Liebste) am Leben erhalten? Als Gesamtheit einer vorherigen Menschheit müsste er ja entweder niemanden mehr lieben (emotionslos, alle Bindungen vergessen) oder sich an alle alten Bindungen erinnern und dann tausende Leute im Wassertank haben.

Ein Lichtgeborener ist er auch nicht. Die wurden ja in Nehrim platt gemacht. Da er aber „viele Namen“ und „viele Erscheinungen“ bereits durchlebt hat, muss er mit dem Zyklus zusammenhängen. So, nun die Frage? Was ist er denn nun? :?:

Ich denke, da wir in Nehrim gelernt haben, dass alles ein Gegenstück benötigt (Licht - Schatten, Lichtgeborene – Schattengott) ist der Alte Mann im Zyklus das Gegenstück zu den Hohen. Während die Hohen uns in die Muster der Menschheit zwängen und diese inneren Dämonen in ihnen ausnutzen (wie bei Thealor, dass er immer ein Versager war, um ihn zu animieren das Leuchtfeuer zu entzünden), möchte der Alte Mann, dass wir selber denken und „die Barrieren durchstoßen und uns den inneren Dämonen stellen“.

Oder wie am Anfang im Intro: „Was unterscheidet einen freien Mann von einem Sklaven?“
Erinnert mich sehr an „Der Mensch wird frei geboren und liegt doch überall in Ketten.“ Was – leider - nur allzu wahr ist. Vor allem auf Endal!

Sirius sagte auf dem Schiff: „ es gibt keine Sklaverei auf Enderal“ - aber eingentlich ist sie dort durch den Pfad Malphas sogar schlimmer als sonst irgendwo. Sie versklaven keine Körper, sondern die Köpfe der Menschen.

Der Alte Mann will diese Ketten lösen. Da er uns sozusagen den Keim der Erkenntnis bringt, denke ich, dass der Alte Mann ein Trickster ist. Vergleichbar mit Prometheus aus der Griechischen Mythologie.

„Stolz war mein Fall“ , verstehe ich so, dass er bei den vorherigen Boten versagt hat. Vielleicht hat er ihnen zu viel erzählt und sie haben ihm nicht geglaubt. Daraus hat er dann gelernt, dass wahre Erkenntnis von innen kommen muss. :thumbsup:


Er ist Teil des Zyklus – genau wie die Hohen. Er muss uns das Wort der Toten geben, dass weiß er. Das ist mitunter seine Rolle. Dagegen kann er nichts tun und er tut es auch nicht. Er wusste, dass wir kommen (hat uns sogar Essen gekocht) und ruhig mit uns gesprochen.

Die Frau im Wasser sprach von einem Traum, an den sie noch immer glaubt. Ich denke, der Traum von beiden, ist die Freiheit der Menschen (wuhu!) über ihre Dämonen. Denn wenn der Zyklus gesprengt wird und die Hohen vielleicht nicht mehr zurückkehren oder sich auflösen, können auch sie endlich sterben. Denn diese Untersterblichkeit wird einem schnell zur Qual, wenn man dieselben Fehler immer und immer wieder sieht.


Das war ne Menge Text :-D

Wie seht ihr das? Ähnlich? Oder ganz anders?
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by EMS60
Posted: 14.08.2016 12:47
Hmm, ich bin ein sehr praktisch denkendes Menschlein, frei nach dem Motto, wenn was nicht funktioniert, fliegts in den Müll. Ich frage den Dosenöffner nicht nach seinen Gründen warum er gerade keine Lust hat mir mein Mittagessen zu ermöglichen. :wink:

Insofern meine ganz profane Sichtweise des Alten Manns:
Er ist Teil des Zyklus, ja.
Für mich ist er sclichtweg der Hüter des Wortes der Toten. Da der Zyklus immer nach dem gleichen Muster abläuft, ist immer ein noch größerer Verräter in dem ganzen Verräterhaufen, der dafür sorgt, dass nichts klappt wie es sollte.
Die vielen Namen und Gesichter interpretiere ich dahingehend, dass der Verräter zum Hüter des Wortes wird. Vll. würde uns im nächsten Zyklus Yuslan als "Alter Mann" mit seiner toten Gefährtin dort begrüßen. "Alter Mann" ist für mich nur ein Name, denn den muss das Kind ja haben. Ein Synonym für die Erfahrungen/Erinnerungen sämtlicher Verräter und "Stolz war mein Fall" dürfte ebenso auf alle von ihnen zutreffen, die meinten der Welt auf diese Weise ein Schnippchen schlagen zu können und dann als Hüter des Worts endeten.
Zusammenfassend und das gilt für so ziemlich alle Charaktere in diesem Spiel:
Der Egoismus eines einzelnen kann ganze groß angelegte Strategien zu Fall bringen, um jetzt nicht zu schreiben "ganze Welten zerstören". Wobei das in diesem Fall ja nun doch der Fall ist. :lol:
Lichtblick: Sie werden von ihrem Egoismus eingeholt und enden als 'Schnitzer von Holzpüppchen'.

Weshalb diese profane Sichtweise? Ich zitiere mich selbst:
...es war nie meine Stärke noch verworrenere Gehirnwindungen als meine eigenen in eine Autobahn umzufunktionieren.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Cane
Posted: 15.08.2016 09:44
Mannimarco wrote:
TheDarkCookie wrote:
Wenn man jetzt noch einmal zurückdenkt erschreckt man sich, was auf einmal alles Sinn macht.

Ich erwähne nur mal die Szene, wo Konstantin angeblich wahnsinnig wird, er jedoch allein in diesem Moment die Wahrheit erkennt
und uns aufhalten will weiter voranzuschreiten, da er von dem Pyräer erfahren hat, dass WIR es sind, die den Zyklus vorantreiben (Stichwort: Leuchtfeuer entzünden).

Ist mir nur vorhin aufgefallen und das hat mir eine extreme Gänsehaut bereitet :D
Mindblown!!
Naja, ganz pragmatisch gesehen macht es wiederrum keinen Sinn. Ist ja auch das naheliegendste, erst mal komplett auszurasten und alle töten zu wollen, wenn man die Wahrheit entdeckt hat. Damit kann man bestimmt die meißten überzeugen. Not.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Scadur
Posted: 15.08.2016 15:51
Naja, ganz pragmatisch gesehen macht es wiederrum keinen Sinn. Ist ja auch das naheliegendste, erst mal komplett auszurasten und alle töten zu wollen, wenn man die Wahrheit entdeckt hat. Damit kann man bestimmt die meißten überzeugen. Not.
:-D

Ja, so wirkt es auf den Spieler. Aber wennn man sich in seine Lage versetzt....plötzlich tausend elendig sterbende Männer, Frauen und Kinder zu erleben. Konstatin tut zwar auf cool 8) , aber wer mit ihm gesprochen hat, weiß, dass er seinen Lebenswandel damals aufgrund von qualvoll sterbenden Menschen angetrat.

Zumal....schon mal eine "Ausnahmesitation" erlebt? Das ist nicht so episch wie in den Filmen.
Weiß das noch von meinem Unfall (Auto überschlagen, volles Programm). Das Bewusstsein wird durch den Schock extrem reduziert. Da denkt man nicht mehr besonders logisch. :mrgreen: Plötzlich gibt es nur noch dieses eine Ziel, dass dir dein Unterbewusstsein und deine Triebe diktieren und alles andere existiert gar nicht mehr. Und wenn das ist "Töte Yussuf und den Propheten"- dann tötet man Josef und den Propheten. Dann nach 2 Stunden oder so, wenn das Adrenalin abklingt, kehrt das normale Bewusstsein zurück und man fühlt sich wie zerrissen im Kopf.

:-D Super Erfahrung, by the way. Fahrt bloß vorsichtig!

Ich finde, die Entwickler haben das sehr gut an Konstatin dargestellt. Er sieht die Bilder und dreht durch, wie es wohl den meisten ergehen würde. Logik und Beruhigen....ja aber erst nach einigen Stunden, wenn der Körper wieder im Normalzustand ist.

Vielleicht hätte man ihn statt abzumurksen erstmal betäuben sollen... Okay, für den nächsten Zyklus brauchen wir mehr Lähmungszauber :thumbsup: Nja, man lernt nie aus.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by KillerAsunai
Posted: 15.08.2016 16:46
Hali Hallo alle zusammen! Habe bisher fleißig mitgelesen und möchte mich nun selbst auch zu Wort melden! Ich bin natürlich wie alle anderen auch, absolut geflashed gewesen von dieser wahnsinns Story. Ich hatte inzwischen seit dem Release Zeit, mich mit dem Ende anzufreunden. Auch wenn ich mich genauso leer und mutlos gefühlt habe, nachdem alles so sinnlos erschien, wie manch anderer hier, muss ich sagen, dass ich finde, dass es dem Spiel einen ungeheueren touch gibt und ich die Story ohne dieses Ende wohl nicht zu meiner persönlichen besten-Videospiel-Story-Aller Zeiten gewählt hätte. Aber ein alternatives Happy Ende irgendwann als Patch wäre natürlich der absolute Burner. So lähmt nämlich das Ende auch meinen Wiederspielwert, was den Wert der Mod aber in keinster Weise schmälert, da die Geschichte für mich zu Ende erzählt wurde! 10/10 für das Spiel!

Zu den offenen Fragen bezüglich der mysteriösen Frau und dem alten Mann:

Ich bin absolut planlos und es wäre toll wenn die Autoren hier noch ein paar Tipps in den Raum schmeißen könnten xD Ich hab auch stundenlang gerätselt, wer diese Wesen eigentlich sind. Ich glaube persönlich, dass die Alte Frau eine Entität ist, die auf einer höheren Ebene als die Hohen steht. Ich stelle mir diese gesammte "Mächtewelt" so vor, dass es immer eine noch höhere Existenz gibt, ergo ist die Alte Frau eine Gottheit die noch über den Hohen steht und diese als eine Art Prüfung für die Menschen ersonnen hat. Bei dem alten Herrn, spiele ich ein bisschen mit dem Gedanken, ob wir das nicht evtl. selbst seien könnten. Bzw. jemand der vor uns genauso sich dafür entscheiden hat der Läuterung zu entkommen. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie wenn man das Ende mit Calia zur Flucht nimmt, aber man es nicht schafft den Hass in den Menschen zu besiegen und man dann Calia irgendwie in Cryo-Schlaf legt und man selbst jede neue Läuterung miterlebt, wissend, dass man gescheitert ist und man die Menschen nicht vom Hass befreien konnte. Also auch wenn es unwahrscheinlich ist, denke ich, dass der alte Mann entweder wir, oder jemand wie wir ist (Wenn man das Flucht-Ende wählt zumindest). Ich frage mich persönlich, wenn der Weise aus Nehrim (also der eigene Spieler) nicht gestorben ist und als ehemaliger Gott auch unsterblich ist, warum reagiert dieser nicht auf den fleischlosen Narathzul? Der Charachter müsste doch wissen, dass Narathzul gestorben ist und so wie ich es verstanden habe, überlebt man ja selbst die Ereignisse von Nehrim? Darüber hinaus frage ich mich, ob der Schattengott, also der eigene Spieler aus Nehrim ebenfalls die Läuterung überlebt hat.

LG Stefan
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Scadur
Posted: 15.08.2016 17:32
Willkommen! :-)
Darüber hinaus frage ich mich, ob der Schattengott, also der eigene Spieler aus Nehrim ebenfalls die Läuterung überlebt hat.

Das war auch meine Frage. Vor allem der Sturz der Lichtgeborenen ist ja ein fester Schritt im Zyklus. Bei den Pyräern waren es eben die Priester, aber das Muster ist dasselbe. Sieht man ja in der Sternlingsstadt am Wandrelief.

Aber der Schattengott alias der Hauptcharakter von Nehrim hat ja nicht nur sie sondern auch das "Schicksal" besiegt. Bringt das nicht nen' Bonus für diese Läuterung? :mrgreen:
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by MatthiasM
Posted: 14.11.2016 20:57
Hallo Sureai Team!
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by MatthiasM
Posted: 14.11.2016 20:57
MatthiasM wrote:
Hallo Sureai Team!
Hallo Sureai Team!
Ich habe mich extra angemeldet, um euch für dieses grandiose Spiel zu danken!

Die Story ist einfach der "rote" Wahnsinn :D
Vorallem im Nachhinein, versteht bzw. ordnet man die Geschehnisse ganz anders ein (Alter Mann, eigene Leiche).
Die Vorstellung von den tausenden Zyklen, diesem Weltbild, die abstrakte Macht der Hohen und nicht zu letzt die "Maschine"....wahnsinnig geil!
Es wäre der Hammer wenn das Verfilmt werden würde.

Die Bugs haben zwischendurch für etwas Frust gesorgt - ja. Aber mit einigen Consolen-Eingaben aus dem Forum hier, bzw. dem Neuladen einen früheren Savegames, bekommt man das Spiel doch irgendwie durch.

Ich habe jetzt nur das Problem, dass mich andere Spiele wohl kaum so schnell mehr derartig fesseln können.
Ich fand es SEHR GUT, wie tiefgründig, komplex und unerwartet die Story und Charakter vermittelt wurden. Auch die Details im Game waren überall zu finden, nicht nur in Ark und entlang der MainQuest. Nein, da steckte liebe in jedem Quadratmeter.

Ich bin auch der Meinung, dass hier nicht über Happy/Bad End gesprochen werden kann. Jasper und der Spieler sind in der Sternenstadt. Jasper wird sterben, irgendwann. Der Spieler wird irgendwann Menschheit von Anfang an Leiten und sie zu einer besseren - von den Hohen nicht berühbaren - Menschheit machen. Ich finde zwar zunächst traurig ...alle Tot, Jasper langweilt sich...im wahrsten Sinne des Wortes - zu Tode. Aber es ist doch Eindeutig die Chance gegeben, dass der Zyklus beim nächsten mal gestoppt werden kann.

Die Frage wäre dann, ob man dann - mit all dem Wissen - trotzdem versuchen sollte, das Leuchtfeuer zu bauen um es mit dem Nominus zu aktivieren. Dadurch würde man die, auf Schwächen der Menschen lauernden, Hohen präventiv besiegen.

Also nochmal: Danke! Weltklasse
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Stefanie
Posted: 16.11.2016 01:51
Hallo Matthias
[+]
zu deinen letzten Zeilen:
wenn ich es nur auf die direkte Spiel-Story beziehe.
1. da müstest du die neue Menschheit entsprechend "erziehen" , 1001. Versuch^^
2. alle Spuren vergangener Leuchtfeuer vernichten
3. dein eigenes Leuchtfeuer insgeheim bauen, auf der Erde, aber ohne Zugang für andere
4. alle nötigen Sachen alleine besorgen und von allen anderen Abgeschirmt!! zünden
5. ohne das die Hohen irgendeine Chance hätten, etwas dagegen zu unternehmen.
viel Spass

dann würde ich wenn schon, spätestens bei Nr. 2 aufhören, so ist die Chance für einen Eingriff am geringsten, das meinte wohl auch der in der Maschiene. (haben denke ich die Lichtgeborenen versucht, als sie die Erforschung alter Ruinen verboten)
Oder die Zeit reicht, bevor neue Menschen/andere Wesen überhaupt da sind, die eingreifen könnten, um den Gott (dich?) zu stürzen?
Das hätten die Ur-Sternlinge sonst auch versucht oder nicht?

Aber was wäre, wenn nach den Tod des letzten Menschen die Läuterung erst vollständig wäre, du als einziger Überlebender (wenn auch nur ein geistiges Trugbild?) die gesamte Macht davon bekommen würdest, du wärst der nächste Hohe?
Der neue Zyklus beginnt. :twisted:
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Rantanplan
Posted: 18.11.2016 13:58
Ich will mich hier auch mal bedanken, für dieses tolle tolle Spiel! Niemals zuvor hat mich eine Handlung in einem Rollenspiel so in den Bann gezogen, so geflasht, so betrübt, berührt... einfach alles.
[+]
Ich hatte es geschafft, Calia als meine Geliebte zu bezeichnen (hatte mich schon bei der Prüfung in sie verschossen :oops: ) und hatte zunächst das Sternenstadt-Ende gewählt, weil ich Angst hatte, dass Calia die Flucht beim anderen Ende nicht schaffen würde...

Danach aber nochmal das zweite Ende ausprobiert und es war für mich das "bessere" Ende, wenn auch das traurigere Ende. Es ist schön, dass man mit ihrem Monolog nochmal definitiv erfährt, dass Calia es geschafft und überlebt hat. Das war mir sehr wichtig...

Natürlich wäre es schön, wenn es ein drittes Alternativ-Ende gegeben hätte, dass man danach mit Calia zusammen in der Welt, im eigenen Haus, weiter hätte leben können. Aber dann hätte vieles in der Story zuvor nicht passieren dürfen, denn im Prinzip war Ark bereits dem Untergang geweiht, als man die Verhandlung mit den Nehrimesen abgebrochen hatte.
Also ich fand das Ende, so wie es SureAI konzipiert und sich erdacht hat, sehr gut umgesetzt. VOn dieser Intensität der Story können sich alle AAA-Titel eine Scheibe abschneiden.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Paprikamann
Posted: 07.01.2017 23:18
Scadur wrote:
Willkommen! :-)
Darüber hinaus frage ich mich, ob der Schattengott, also der eigene Spieler aus Nehrim ebenfalls die Läuterung überlebt hat.

Das war auch meine Frage. Vor allem der Sturz der Lichtgeborenen ist ja ein fester Schritt im Zyklus. Bei den Pyräern waren es eben die Priester, aber das Muster ist dasselbe. Sieht man ja in der Sternlingsstadt am Wandrelief.

Aber der Schattengott alias der Hauptcharakter von Nehrim hat ja nicht nur sie sondern auch das "Schicksal" besiegt. Bringt das nicht nen' Bonus für diese Läuterung? :mrgreen:
Die Hohen ernten jegliches organisches Leben. Da der Schattengott laut Wiki nur Unsterblichkeit erlangt bzw. keine anderen besonderen Kräfte bekommt/hat, müsste er auch mit der Läuterung verschwinden. Ansonsten müsste es auf der Welt nur so von Schattengöttern wimmeln, da es doch unter all den Zyklen min. einen gegeben haben müsste, der die nächste Zivilisation warnen will.

Die Frage, die ich mir stelle ist aber, ist der Schattengeborenen-Zyklus ein eigener Zyklus innerhalb des "Hohen-Zyklus", sprich, kann es mehrere Götterzyklen geben oder folgt automatisch nach dem Tod der Lichtgeborenen die Einleitung des Zyklus' (wodurch die nächsten Lichtgeborenen erst in der nächsten Menschheitsgeneration kämen)?
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by H0L0gr4mm
Posted: 26.03.2017 04:26
Ich weiss garnicht was ich sagen soll, das Ende ist, naja, es ist bittersüß. Das es kein super happy Ende wird, dachte ich mir schon, einmal würde so ein Ende nicht wirklich ins Spiel passen, 2. hatte ich irgendwie schon den Verdacht, das etwas nicht ganz so läuft wie erhofft. Auch dass das Ende hier so heiss disskutiert wurde, zeigt ja schon, das es kein einfaches wird.

Dennoch fand ich es gut, das Ende (oder die Enden) wären passend. Ich selbst habe beide Enden probiert, hätte mich aber für die Stadt entschieden. Der Grund ist halt, der, dass ich der Menscheit nicht trauen würde, sie würde anfangs vll. Calia noch glauben, aber irgendwann würde die Errinerung daran verblassen und sie würden wieder genau das gleiche machen wie davor. So spielt man selbst halt Gott, aber man hätte auch das Potential mit seiner Macht, eine bessere und lebenswerte Welt zu erschaffen. Man kann sagen, das ist doch unmoralisch, man sollte die Menschen selbst entscheiden lassen, nun, sie hatten ja offensichtlich mehrere abertausende Jahre Zeit in der sie es hätten besser machen können.

Es ist aber dennoch sehr sehr bitter, es sterben halt alle, die Frage ist auch, ob Calia das alles soweit verkraften würde, auch wenn ich da eine Überlegung habe (welche auch für Jespar gilt). Da werde ich bei nem 2. Durchlauf mal genauer drauf achten.
[+] Die Idee
Also Jespar stirbt ja, wird aber wiederbelebt, auch kommen ihm diese Holzfiguren bekannt vor. Eventuell ist er ja auch ein fleischloser. Wenn Jespar einer ist, dann Calia auch. Auch sie hatte ja diese Creatur in sich und ich glaube, dass sie ja auch sogar schon tod war, zumidnestens halt sehr krank. Wenn Calia/Jespar also Fleichlos sind, würden sie mit einem in der Sternenstadt überleben können, was aber auch bedeutet, dass nur einer überlebt und der andere stirbt (da er ja auf der Erde bleibt und "geläutert" wird. Wie dem auch sei: Jespar und Calia würden so mit einem die Zeit überdauern.
Das war zumidnestens meine Überlegung, wieso ich mich für die Sternenstadt entschieden hätte, auch wenn das in einem Massenmord endet. Aber wenn das wirklich dazu beiträgt, den Zyklus zu beenden, würde sich das lohnen. Nur kann die Macht einem natürlich auch zu Kopf steigen, wenn Calia/Jespar stirb und man jahrtausende mit der Einsamkeit zu kämpfen hat und immer wieder sieht wie Menschen die man liebt sterben, wer weiss wie das einen psychisch verändert und wer weiss, ob man nicht durchdrehen würde und ein Tyrann wird oder sowas.

Wie dem auch sei: ich meinte ja schon, dass der Verdacht bei mir bestand, das irgendwas nicht so läuft, wie erhofft. Hier mal einige Gründe:
[+] Gründe
Also, zum einen haben die Hohen ja nie selbst aktiv was gemacht, sie haben nur geredet und manipuliert. Wenn sie es geschaft haben, die nehirimesen zu beeinflussen, warum dann nich auch einen selbst? Der Wächter spricht ja unter anderem auch genau das an.
Dazu ist die Frage, warum es den die beiden Auserwählten denn überhaubt gibt, anscheinend gibt es sie ja jedesmal vor der Läuterung, die machen etwas, aber jedesmal kommt es dennoch zur Läuterung. Das erzeugt natürlich den Verdacht, das die damit etwas zu tuhen haben.
Dann das Leuchtfeuer, man baut also eine Maschine die eine gewaltige Energiemenge erzeugt und die Läuterung hat mit einer gewaltigen Energiemenge zu tuhen. Auch das hatte sich irgendwie eigenartig angefühlt.
Ich finde, je weiter man dem Ende kommt, desto mehr bekommt man ein ungutes Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt. Auch scheint Aranteal immer bessessener zu sein, was aber auch irgendwie nachvollziehbar und verständlich ist.
Aber mein Fazit ist, dass das Ende zu dem Spiel passt. Es ist zwar kein Friede Freude Eierkuchen Ende, aber es ist auch kein schlechtes. Un diese Aussage, dass ja letzendlich die Gier und diese schlechten Werte die Menscheit zerstört, ist ja auch nicht so ganz verkehrt. Dazu regt es mich zumidnestens doch an, das ganze noch einmal zu spielen, einmal um diesesmal besser auf Details zu achten und dann binn ich natürlich extremst auf das 3. versteckte Ende gespannt, was es ja mit dem DLC geben soll.

Also von mir aus, ein absolutes Kompliment an das Team und an alle, die mitgeholfen haben. Selten dass mich eine Story so mitreist und so zum Nachdenken anregt. Das haben bisher nur wenige Spiele/Filme geschafft. Unter anderem waren das die Matrix Triologie, die beiden KOTOR Teile, Portal/Half life und Bioshock.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Amilcare
Posted: 22.04.2017 08:53
Ich habs nun auch durch und es war eine wunderbare Reise. Vielen Dank an die Macher, dass sie solch eine schöne Geschichte erzählten und ich daran teilhaben konnte.

Was den alten Mann angeht, denke ich, dass er schlicht ein Prophet eines vergangenen Zyklus ist. Der schwarze Wächter konnte (afaik) nicht in die Vergangenheit blicken, weswegen offen bleibt, ob er tatsächlich der ersten Menschheit angehörte. Er war nicht allwissend, was seine Überraschung bezüglich der verschleierten Frau erklärt. Immerhin meinte er, sie hätte keine Motivation, die sie aber deutlich hat (sie greift recht häufig ein).
Der alte Mann ist für mich ein Prophet eines Zyklus der erkannte, dass er womöglich durch Flucht genau das tun kann, was der schwarze Wächter vollbringen wollte: Eine neue, bessere Menschheit erschaffen... schnitzen.
Der schwarze Wächter wiederrum hatte mit einem recht: Man kann keinen Baum retten, dessen Wurzeln verfault sind. Allerdings bezog er das (imho) fälschlicherweise auf die Menschheit, ich beziehe es eher auf seinen Plan (und das Ende mit der Sternenstadt). Das kommt Hybris gleich und würde damit für verfaulte Wurzeln sorgen. Ich vermute deshalb, dass der alte Mann wohl genau das tat (immerhin verschwindet auch sein Haus, er hat eine Geliebte (die er wohl auch retten konnte, die aber nicht unsterblich war wie er), die Figuren, das Lied das er spielt, "Stolz war mein Fall" usw.).

Letztendlich kann die Menschheit nur dann lernen, wenn sie die Konsequenzen ihrer Taten begreift. Was nie der Fall war, da nie jemand die Konsequenz überlebte (außer Einzelne, die wohl zu traumatisiert waren, um etwas zu verändern, oder einfach gefangen waren). Zudem hat mein Charakter damit genau das erfüllt, was er wohl auch "wollte". War das nicht der Sinn seiner Reise? Der Menschheit eine neue Perspektive geben? Letztendlich war er ja nur ein Abbild, eine Art Wunsch, wie ich es verstanden habe, und dementsprechend hat sich, zumindest bei mir, dieser Wunsch erfüllt, indem er sich opferte.
Die Erkenntnis des Schlächters von Ark bekräftigt mich darin.

Also wie gesagt: Vielen Dank für die schöne Geschichte und all die Mühe und das Herzblut, die hinein geflossen sind. Man merkt deutlich die Liebe zum Detail, nicht nur in der Story, sondern auch im Leveldesign. Es ist lange her, dass es mich so begeisterte Dungeons zu erkunden und Nebenquests zu absolvieren. Skyrim war für mich bisher kein allzu großartiges Rollenspiel, aber ihr habt das geändert. Vielen Dank.
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Imoen
Posted: 01.05.2017 22:01
Vielen Dank SureaI für diese wunderbare und gleichzeitig immer wieder unheimliche Welt und vor allem für die tiefgründige Story. Da schreibe ich nichts Neues, aber ich wollte einfach kundtun, wie begeistert ich bin.

Nach 175 Stunden, mit Level 69 (Meister) bin ich mit meiner Schwarzmagierin nun am Ende angelangt und zweifach traurig: einerseits weil dieses großartige Spiel zu Ende ist und andererseits, weil das Ende von Enderal einfach traurig ist. Aber das soll keine Kritik sein - es gab schon davor düstere Sequenzen, und es zeichnete sich ab, dass kein Happy End zu erwarten war. Die Szenen mit Vati waren vermutlich das Bedrückendste, was ich je in einem Spiel erlebt habe, und der behinderte Junge hat mich direkt zum Weinen gebracht. Aber ich will auch in einem Roman nicht unbedingt eine heile Welt sehen, also auch nicht in einem Spiel.

Man versinkt geradezu in dieser Welt, und sie ist riesig und komplex. In Skyrim benutzte ich fast nur die Schnellreise, weil ich zwischen den Orten keine Überraschungen erwartete; hier ritt ich (beinahe) jeden Weg entlang. Die Vollendung der Hauptquest hatte ich mir so lange wie möglich aufgehoben, um die ganze Welt erkunden zu können, und doch fehlen mir zwei Bände des Schlächters von Ark und einige Wünschelbrunnen, auf diese verzichte ich nun schweren Herzens. War sogar schon gegen Ende der Hauptquest angelangt und habe nochmal einen älteren Spielstand geladen, da ich merkte, dass diese nicht, wie ich annahm, noch nach Thalgard und und zum Sonnenfeuer führte.

Mein einziger Kritikpunkt sind jene wenigen Passagen, wo man extrem schnell sein muss, wie dieses Hölzchen-Spiel relativ am Anfang und die Jagd nach dem Hund. Beide Male habe ich nach endlosen Versuchen schließlich gecheated, obwohl ich das ansonsten nie tue.

ich spiele Rollenspiele seit 2002. dieses kommt definitiv in meine persönliche "Hall of fame". Enderal ist ein Kunstwerk. :thumbsup:
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Nicolas Samuel
Posted: 02.05.2017 00:43
Dankeschön! Das bedeutet uns sehr viel! :)
Re: Das Ende von Enderal (Achtung: Spoiler) - by Bavragor
Posted: 19.06.2017 02:15
Hallo,

meiner Meinung nach ist das Katharsis Ende das einzig richtige. Denn:
Calia/Jespar werden in der Sternenstadt früher oder später sterben. Ich glaube nicht, dass sie durch die Wiederbelebung durch die schwarze Frau bzw. den Stein unsterblich wurden, warum auch. Die schwarze Frau hat Jespar "nur" wiederbelebt und Calia ist trotz der Macht des Steines ganz normal gealtert.
Außerdem ist fest davon auszugehen, dass der Protagonist über die tausende von Jahren, bis eine neue Zivilisation entsteht, an der Einsamkeit seelisch zerbrechen wird. Das Fleischlosendasein hat ihm die Macht der Erinnerungen gegeben und die Unsterblichkeit, hat ihn aber vor psychischen Ausnahmesituationen nicht gefeit.
Selbst die Zeit, die er noch seinen Begleiter hat, wird wohl eher ziemlich übel. Stellt euch mal vor, ihr hockt 40 Jahre mit derselben Person zusammen und seid euch bewusst, dass es keine weiteren Menschen gibt.
Weiterhin macht ihn das Überleben der Läuterung nicht automatisch zu einem "wahren" Gott. Er könnte höchstens, wenn man mal kosmische Machtebenen betrachtet, auf das Level der Lichtgeborenen oder des schwarzen Wächters aufsteigen, da er seine physische Hülle nicht ablegen kann, höchstens austauschen.
Und zu guter Letzt, wer garantiert denn, dass die neue Zivilisation ihn als ihren Gott akzeptiert?
Durch seine physische Existenz ist er vor einem Sturz, eventuell durch den nächsten Schattengott, nicht sicher. Womit wir wieder beim Zyklus wären, der doch nicht durchbrochen wurde.

Da gebe ich den restlichen Menschen auf Vyn lieber eine sichere zweite Chance oder wenigstens ein paar Monate mehr Lebenszeit.
Denn ganz ehrlich, gleich, welches Ende man wählt, die Chancen stehen doch so, dass der ewige Zyklus nicht durchbrochen werden kann.
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