@LordDagon
Ich hätte nicht gedacht, dass die Bezahlmod-Aktion so einen großen Einfluss auf euch hat. Schließlich seid ihr in meinen Augen und in denen der meisten anderen keine "Modder", sondern professionelle Entwickler, weshalb ihr auch einige Spenden bekommt und schon von zahlreichen Spielemagazinen interviewt wurdet. Und dass die Spieler nicht für Mods bezahlen wollen bzw. der Aufschrei so groß war, liegt mMn wie schon von KanonenMike erwähnt an der sehr unfairen Geldverteilung und den zahllosen ungeklärten Rechtsfragen (z.B. Support). Ich weiß nicht, wie es mit anderen aussieht, aber ein weiterer Grund ist für mich ein Mangel an sicheren und einfachen Bezahlmethoden. Ich habe keine Kreditkarte, und PayPal z.B. ist nich gerade Vorreiter in Sachen Sicherheit und Datenschutz, und für einen Betrag im Centbereich will ich sowas auch nicht erst einrichten.
Ich persönlich habe von dem ganzen Shitstorm nicht viel mitbekommen. Ja, es wurde auf GameStar und co. viel berichtet, aber bevor ich mir da größere Gedanken drum gemacht habe, war alles schon vorbei. Für die meisten einfachen Mods, wie Rüstungen, Häuser, Modrassen, Texturen etc. hätte ich vorher nichts bezahlt und würde es jetzt auch nicht tun, weil sie meistens nicht besonders professionell gemacht sind bzw. ich sie einfach als kleine Hobby-Spielerei ansehe, denen man vielleicht einen netten Kommentar auf den Nexus-Seiten gibt, wenn sie sich gut ins Spiel einfügen.
Ein Projekt wie Nehrim dagegen hat alleine was die Assets und das Gameplay betrifft den Umfang hunderter Einzelmods, hinzu kommt die ganze Story, die Dialoge, Bücher, Quests... das alles organisiert in Form eines spannenden Spiels und weitestgehend professionell umgesetzt. Das geht weit über sämtliche Mods hinaus und würde sicherlich von einem großen Teil der Spieler auch finanziell Honoriert werden. Ich habe letztens mit einem etwas älteren Dozenten an meiner Uni gesprochen, und es stellte sich heraus, dass er ein großer Fan von Nehrim ist und schon länger ein Auge auf Enderal geworfen hat. Er erwähnte die Projekte gleichwertig neben den Witcher-Spielen, Baldurs Gate und jetzt Pillars of Eternity.