[SPOILER] Der Hintergrund des Maincharacters

Moderatoren: Moderatoren, Nehrim Team

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Stampfer
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Joschiking hat geschrieben:
Und ich weiß echt nicht, was daran so schlimm ist, dass die ganze Story nur eine letzter Traum ist. Ich möchte so nicht die Story "abstempeln" sondern viel mehr eine zweite tiefgreifendere Ebene schaffe, die die Geschehnisse auf Enderal mehr in Verbindung bringt mit dem MC und seinem inneren Konflikt.
Also ehrlich gesagt, irgendwie hatte mich die Vorstellung, dass das alles nur das letzte verzweifelte Hirngespinst einer sterbenden und ihr Leben lang gequälten Person, gewesen sein könnte ziemlich deprimiert. :dead:

Ich bin froh, dass das nicht direkt so bestätigt wurde. Wir spielen diese Spiele doch auch alle ein wenig für unser Ego, worauf auch offenbar etliche der erklärten Story-Elemente abzielen. Irgendwie käme ich mir da nachträglich ziemlich veräppelt vor und hätte wenig Lust ein neues Spiel anzufangen. Andere Spieler waren sogar schon mit dem (noch unerklärten) Ende sehr unglücklich und haben daran den Spielspaß verloren.

Übrigens wenig beruhigend, dass die einzige Chance die Welt zu retten durch den Verzicht der Main Quest gewesen wäre. Dann haben die Hohen im direkten Gespräch wohl darauf abgezielt. Nur durch Hirn einschalten und Computer ausmachen können wir Enderal retten. Hätte doch eh keiner getan. :P
Joschiking
Gauner
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Stampfer hat geschrieben:
Also ehrlich gesagt, irgendwie hatte mich die Vorstellung, dass das alles nur das letzte verzweifelte Hirngespinst einer sterbenden und ihr Leben lang gequälten Person, gewesen sein könnte ziemlich deprimiert.
Hmm... ich könnte die Theorie auch umformulieren, so dass Sie auch wieder mehr in Verbindung mit der verschleierten Frau steht. Wie uns die verschleierte Frau selbst sagt, wäre der MC auch gestorben, wenn sie den beiden nicht am Anfang erschienen wäre. Die Welt und die Zeit besteht aus einem Meer von Eventualitäten. Und wir, als Spieler, bekommen gerade die Eventualität vorgesetzt, die am besten für den MC ist. Ganz nach Voltaire und un-ironisch "Die bester aller möglichen Welten". Die Welt, wo er Prophet wird, die, wo er Leute trifft (Jespair, Calia, Jeynus), die ihm sowohl bei der Läuterung helfen als auch unumgänglich sind, um seine Vergangenheit zu bewältigen. Wir werden also immer durch die beste Eventualität geleitet, wie in einem Traum, der keiner ist. Einmal von 14 Millionen versuchen knackt man den Jackpot. Einmal von 14 Millionen Leben wird man der Held mit dem erfülltem leben, den man sich sehnt zu sein.
Glycerin
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Könnte jemand so nett sein, mein -zugegebenermaßen sehr löchriges- Gedächtnis auffrischen und mir sagen, wo der Name Aixon, auf den Caleb8980 hier öfter mal verweist, im Spiel auftaucht? Ich habe das Spiel schon durch und irgendwie kommt mir der Name auch bekannt vor, aber ich weiß nicht mehr, woher.
Joschiking
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Aixon ist, glaube ich, dein Partner im gefängnis bei der Ordensprüfung. Der Typ, den du am Ende umbringen musst, um weiter zu kommen.

@Caleb
dann hoffe ich mal, dass sich Nico auch noch dazu äußert, denn den Teil der Theorie finde ich persönlich auch sehr spannend. ;)

Edit: Was Aixon angeht, kommt mir gerade so ein gedanke. Ist er vielleicht die letzte Prüfung, dass man ein vollkommener Fleischloser ist? Man bringt Aixon um, nur weil man verzweifelt keinen anderen Weg aus dem gefängnis sieht. Man geht über Leichen, um weiterzukommen und sein Ziel zu erreichen. Halt der letzte Beweis, dass man eine Fleischloser ist. Aixon ist quasi der letzte rest vom alten MC, den man hinter sich lässt um dann ganz der Prophet mit dem eisernen Ziel und Verlangen zu werden. Man hätte ja auch im Gefängnis bleiben können, aber das kam für den MC, vernarrt auf sein Ziel, nicht in Frage.
irmi
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Joschiking hat geschrieben:
Aixon ist, glaube ich, dein Partner im gefängnis bei der Ordensprüfung. Der Typ, den du am Ende umbringen musst, um weiter zu kommen.
Ach, der war das? Irgendwie dachte ich, das wär jemand aus Erzählungen gewesen. Ich hab in der Sequenz gar nicht richtig auf den Namen geachtet, und vielleicht denk ich auch zu einfach. Für mich war das immer das eigene Unterbewusstsein (vor allem mit den Unsicherheiten, die einem doch so oft Steine in den Weg legen) das man letztendlich besiegen muss, um aus der Illusion, aus dem eigenen (geistigen) Gefängnis rauszukommen.
Glycerin
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Aixon ist, glaube ich, dein Partner im gefängnis bei der Ordensprüfung. Der Typ, den du am Ende umbringen musst, um weiter zu kommen.
Ja, richtig, der war das, danke.
Edit: Was Aixon angeht, kommt mir gerade so ein gedanke. Ist er vielleicht die letzte Prüfung, dass man ein vollkommener Fleischloser ist? Man bringt Aixon um, nur weil man verzweifelt keinen anderen Weg aus dem gefängnis sieht. Man geht über Leichen, um weiterzukommen und sein Ziel zu erreichen. Halt der letzte Beweis, dass man eine Fleischloser ist. Aixon ist quasi der letzte rest vom alten MC, den man hinter sich lässt um dann ganz der Prophet mit dem eisernen Ziel und Verlangen zu werden. Man hätte ja auch im Gefängnis bleiben können, aber das kam für den MC, vernarrt auf sein Ziel, nicht in Frage.
Dann bliebe die Frage, was die "normalen" angehenden Ordensmitglieder bei dieser Prüfung sehen. Ich ging davon aus, dass jeder, der an dieser Prüfung teilnimmt, mit seinen Ängsten und vor allem Selbstzweifeln konfrontiert werden soll und beweisen muss, dass er sie überwinden/ dagegen ankämpfen kann. Was dieser etwas nervige Aeterna -Namen sind nicht so meins :D - am Ende nicht geschafft hat, weil er mit sich selbst "nicht im Reinen" war (wurde durch sein vorschnelles und aggressives Verhalten beim Wahnsinnigen ja schon angedeutet).

Das würde aber im Umkehrschluss bedeuten, dass unser MC trotz einer gewissen, nennen wir es mal fleischlosigkeitsbedingten Engstirnigkeit, mit seinen Zweifeln fertig wird. Oder war Aixon am Ende auch ein Manipulationsversuch der Hohen?
streusalz
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Ich glaube, dass es bei Aixon auch noch einmal sehr stark um den Totenkopf namens "Reue" gehen könnte, welchen man ja zum Öffnen der Zelle von seinem Podest nehmen muss, wobei sehr leicht von einigen Speeren erwischt wird.
Joschiking
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Ich denke, dass dies ziemlich gut zusammenpasst. Als normaler Mensch ist es eine Prüfung, indem man sich seinen Ängsten und Selbstzweifeln stellt. Wäre unser MC ein normaler Mensch, dann müsste er sich also wieder mit seiner Vergangenheit befassen und dem Tod seiner Familie und seiner (eingebildeten) Schuld dabei. Das alles passsiert nicht, stattdessen ist er im Gefängnis und stellt sich die offensichtliche Angst, dass er unfrei ist. Das er nicht mehr sein Ziel verfolgen kann. Diese Angst passt nicht zum alten MC, aber zu dem Fleischlosen. Die Vollendung der Prüfung beweist, dass er ein Fleischloser, ein Sklave seines unerfüllten Verlangen geworden ist. Sogesehen kann es gut sein, dass die Hohen die Prüfung sabotiert haben, bzw. die Prüfung sich halt so auf einen Fleischlosen auswirkt.

btw, wenn die Prüfung dazu da sind, um seine Selbstzweifel zu bekämpfen, dann ist das ja eine Prüfung, ob man zum Sklaven wird. Wie wir ja erfahren haben, macht ein fester Wille und das fehlen von Zweifel und Reflektion uns zum Sklaven unserer festgelegten Weltanschauung. Selbstzweifel machen den Menschen also frei, da er sich von seinem eigenen Geist befreien kann. D.h. dass alle, die die Prüfung bestehen (der gesamt Orden also) im geiste Sklaven sind. Das wird ja auch durch ihre engstirnigkeit und den Verrat der Truchsessa angedeutet. Mann o mann je mehr man darüber nachdenkt, desto geiler wird das Spiel ^^
Glycerin
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Nur dass du, wenn du Aixon nicht angreifst, im Gefängis bleibst, um das Bild beizubehalten. Unfreier geht es ja kaum. Hätte die Läuterung zwar auch erst mal verhindert, war aber bestimmt nicht im Sinne des Erfinders (die richtige Lösung: einfach nicht weiterspielen? nee). Die Option, die Sache mit ihm auszudiskutieren, gab es ja nicht, da blieb nur noch draufhaun. Was höchstens zeigt, dass der MC storytechnisch unfrei war, aber das mit dem Railroading hatten wir ja schon in einem anderen Thread.
Joschiking
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OK, die beiden Post von Caleb wurden gelöscht, daher hier nochmal kurz das, was quasi offiziell bestätigt wurde:
Die Familie wurde am Kreuz verbrannt durch den Schöpfertempel. Der MC gibt sich dafür selbst die Schuld, ob es berechtigt ist, ist eine weitere Frage. Auch bereut er es, dass er sie nicht retten konnte. Hier liegt der Ursprung für die Thematik des Feuers und Fleisches, die das ganze Spiel über uns begleitet. Auch liegt hier der Ursprung für sein Verlangen nach Heldentum und Anerkennung (vielleicht weil er als Bastard nie welche erfahren hat von Vati, Aber vielleicht ist auch seine Schweter der Bastard, auf diese Frage gehe ich dann woanders ein.) Auch ist dieses Verlangen der Grund, warum er ein Fleischloser wird nach seinem Tod. Aus einem machtlosen, nicht anerkanntem Kind wird ein geachteter und mächtiger Prophet mit dem Ziel, die Menschheit vor den Flammen zuretten, was er als Kind mit seiner Familie nicht geschafft hat.
Die Auslegung der Entscheidung die Läuterung aufzuhalten stimmt so, wie in meinem ersten Post beschrieben.

OK das wurde quasi offiziell bestätigt. Ich denke, er wird Zeit meinen ersten Post ein wenig umzugestalten und vielleicht auch etwas näher auf die Bastard-frage einzugehen. Ich denke, besonders im HInblick auf Calia und Jespar ist die Bastardfrage sehr interessant. Ich werde dann ein Edit posten, sobal ich den ersten Post bearbeitet habe.

Edit: Ich habe den ersten Post nun editiert. Er ist nun ausführlicher und verändert. Er erklärt unter anderem, warum seine Schwester wahrscheinlich der Bastard ist und wie sich das auf den MC ausgewirkt hat. Es lohnt sich, sich den text nochmal anzutun. Ich kann nur immer wieder betonen, was für ne coole Sache SureAI da abgeliefert hat. Natürlich ist einiges davon noch unbestätigt, aber es macht sinn, mMn.
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