[spoiler] Die verschleierte Frau [spoiler]

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Dreick
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Also...

(Ich hab mal Spoiler fett in den Titel geschrieben, damit ich nicht den ganzen Beitrag verstecken muss)

Ich will hier nur mal ein paar ungeordnete Gedanken zu dieser Frau loswerden, die seit der neuen Questreihe in mir umherwabern und es würde mich interessieren, ob ihr das genauso seht, oder eher nicht.

Ja, die Quest war im Großen und Ganzen wirklich! interessant. Ich würde allerdings fast sagen, dass sie in mir mehr Fragen aufgeworfen hat, als sie beantwortet hat.

Zunächst einmal ist da die Tatsache, dass laut dem Buch aus dem der Kult zitiert (mir ist der Name gerade entfallen), die Rede davon ist, dass eine perfekte Stadt gebaut wurde (name identisch mit dem des Buches). Diese Stadt war "zu perfekt", woraufhin die Menschen ihr Glück nicht genießen konnten. Prinzipiell soweit so verständlich, erinnert auch ein wenig an den Film Matrix, die "erste" Matrix soll ja dort ein ähnliches Problem gehabt haben. Allerdings lässt die Formulierung darauf schließen, dass an der Errichtung der Stadt nicht die verschleierte Frau gearbeitet hat, sondern eine Gruppe von Personen. Später zerstört sie die Stadt aber und erschafft Quasi alles Negative im Menschlichen, um dem Leben quasi einen Sinn zu geben. So weit, so verständlich. Dann der Hammer: Sie soll dabei auch den "Kreislauf" geschaffen haben. Prinzipiell ergibt das natürlich Sinn, sie ist ja tatsächlich für alle "Konstanten" in jedem Zyklus, mehr oder weniger direkt, verantwortlich. Für die Erschaffung der Projektionen, sie jagt die Banditen in die Höhle in der das Leuchtfeuer ausgegraben werden soll, sie belebt einen der potentiellen Gefährten wieder und vieles mehr. Das alles zusammen sollte eigentlich darauf schließen lassen, dass ihre Macht, was auch immer sie genau darstellt, weit über die der andern "Figuren" in dieser Welt hinausgeht, eine Art "Gottheit", möglicherweise, die nicht aktiv eingreift, sondern nur die Weichen immer wieder stellt um herauszufinden, wann die Menschheit endlich bereit sein wird, in ihrer Utopie zu leben, was dann der Fall wäre, wenn der Zyklus überwunden wird.

Auf der anderen Seite, ist da aber die Haupthandlung dieser Questreihe. Sie bringt offenbar am Ende jedes Zyklus sieben Personen dazu, sich für sie zu opfern. Ihre Erklärung warum das notwendig sei ist, dass sie zwar auch ohne Opfer existiert, aber dann nicht die Möglichkeit hätte in dieser Welt zu wandeln. Da tun sich auch ein paar Fragen auf:

1. Die Frau ist so Mächtig, dass sie ganze Utopien zerstören, Welten und Makel erschaffen kann, ist aber nicht in der Lage ohne menschliche Opfer Gestalt anzunehmen?

2. Wäre es also möglich den Zyklus zu verhindern, inedem sich diese Menschen einfach nicht Opfern und sie so nicht mehr mit der Welt interagieren kann um die Weichen für den nächsten Zyklus zu stellen?

3. Welche Rolle spielt jetzt der alte Mann in dem Ganzen? Je mehr sich nämlich an Erkenntnissen über die verschleierte Frau auftun, desto weniger erschließt sich mir, welche Rolle er dann in all Dem einnimmt.

4. Wie kommt der Kult an dieses Buch? Ich glaube kaum dass die verschleierte Frau mit Büchern um sich wirft, in denen ihre Memoiren stehen. Das bedeutet, entweder ist das meiste vom "Anführer" des Kults erfunden worden bzw. ausgeschmückt aus Berichten der Frau selbst, oder es gibt noch eine Möglichkeit wie dieses Buch die Zyklen überlebt.


Tut mir leid dass das so lang wurde, ich habe dazu auch noch einige Gedanken mehr, aber das soll für heute mal reichen. :wink:
Wer mit mir über diese Gedanken mal sprechen möchte, oder seine ganz eigenen einbringen, ich bin für alles offen. :lol:
Zuletzt geändert von Dreick am 26.02.2019 02:58, insgesamt 1-mal geändert.
Dreick
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Als Beispiel zu meiner dritten Frage will ich nur einmal Folgendes anführen:

Der alte Mann ist quasi der "Hüter" des Wortes der Toten. Wenn diese Frau so mächtig wäre es einfach vom Himmel fallen zu lassen, bräuchte es den alten Mann im gesamten Zyklus nicht und trotzdem scheint er losgelöst vom eigentlichen Zyklus zu sein und nach eigenem Willen zu handeln. Trotzdem ist das Wort der Toten eine wichtiges Element im Zyklus. Das ist für mich ein Indiz dafür, dass die verschleierte Frau nicht so allmächtig ist wie dieser Kult sie versteht und sie nicht allein für den Zyklus verantwortlich sein kann, auch wenn der Kult um sie das glaubt. So erscheint es mir zumindest und irgend eine Rolle muss der alte Mann ja schließlich spielen :wink:
Gordon313
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Vielleicht hat der ganze Zyklus über die Jahrtausende gar keine Bedeutung oder Sinn. Vielleicht wurde dieser nur von den "Verantwortlichen" gestartet, weil sie die Macht dazu hatten und weil sie es konnten.

Der Mensch hinterfragt doch immer alles nach dem warum und wieso. Er braucht doch immer eine Antwort auf eine Frage oder eine Lösung zu einem Problem. Es gibt vielleicht keine Antwort oder eine Lösung wegen dem Zyklus. Schon mal daran gedacht?

Es könnte doch sein, dass die Hohen und die verschleierte Frau nur Spaß daran haben die Leute in einem Zyklus zu beobachten und zu quälen.

Zitat aus Batman the Dark Knight
"Manche Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen!"
HanSoloOne
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Hallo,

ich habe die erstklassige Quest-Reihe kürzlich beendet und muss auch sagen, dass viele Fragen aufgeworfen werden.
Bei dem Text im Buch (oder in der Vision) liegt es nahe, dass mit "Sie" die verschleierte Frau gemeint ist. Jedoch auch nicht eindeutig.

In der letzten Vision spricht sie davon, "die Hüterin des Spiels" zu sein. Hüterin könnte sowas wie Schiedsrichterin bedeuten. Somit wäre sie neutral eingestellt. Sie erwähnt ebenfalls, dass ihre Taten nicht von Mitgefühl bestimmt sind. Ohne Mitgefühl aber, dürfte es ihr relativ egal sein, ob die Menschheit überdauert oder nicht. Dies zu erreichen, scheint also nicht ihr Ziel zu sein.

Andererseits sorgen die Hohen quasi für Vergänglichkeit. Würde die Menschheit den Zyklus überstehen, so wäre der - scheinbar von der verschleierten Frau erschaffene - Kreislauf durchbrochen und die Menschheit würde die von ihr in die Welt gebrachten (negativen) Emotionen wie Hass, Leid, Trauer etc. überwinden. Der von ihr initiierte Kreislauf wäre somit gescheitert und es würde sich möglicherweise wieder der ursprüngliche Zustand der beschriebenen "Leere" manifestieren.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Rolle der Rhalata. Diese möchte sich "befreien", von all diesen Emotionen, und scheint einen Zustand anzustreben, der jenem ähnelt, der die verschleierte Frau scheinbar so zum Verzweifeln brachte.

Allerdings betont sie in der letzten Vision, dass die Menschen immer wieder die gleichen Fehler machen und sich die Zyklen dadurch stets wiederholen. Man könnte also den Eindruck gewinnen, sie würde das als Problem erachten.
Dies könnte aber auch eine Finte sein, um ihr - durch die Opfer - die Möglichkeit zu geben, den Zyklus durch ihr materialisiertes Eingreifen aufrecht zu erhalten. Ihr entscheidendes Eingreifen zu Beginn ist es letztlich, was zur Vollendung des derzeitigen Zyklus führt, da der Protagonist zu einem "Fleischlosen" und somit zu einem unabdingbaren Werkzeug (Prophet) der Hohen wird.

Fraglich ist, weshalb die Teilnehmer des Rituals die verschleierte Frau überhaupt sehen konnten. Da sie keine materielle Gestalt annehmen kann - angeblich nicht möglich, ohne dem Opfer menschlichen Lebens - und es sich bei den Teilnehmern vermutlich nicht um Boten / Fleischlose handelte.
Wem erscheinen die Hohen? Menschen mit tiefen Abgründen und unerfüllten Wünschen. Tara gehört wohl definitiv dazu. Über die anderen Teilnehmer bzw. deren Motivation erfährt man soweit ich weiß nichts.
Es könnte sich bei der verschleierten Frau also auch um eine Hohe handeln.

Abschließend: die verschleierte Frau scheint den Kreislauf mit allen Mitteln am Laufen halten zu wollen, ihr eigenes Werk.
In diesem Sinne werden ihre Taten auch nicht durch Mitgefühl, besser gesagt durch Mitgefühl für den Einzelnen bestimmt, sondern durch das für sie objektive "große Ganze". Wer oder was auch immer sie ist, ihr Ziel scheint es zu sein, dem Leben - durch Vergänglichkeit - eine Bedeutung zu geben. Weil sie für sich erkannt hat, dass Gegensätze benötigt werden und kein Schwarz-Weiß-Schema, in dem alles nur eine eine Richtung verläuft. Vermutlich ist sie davon überzeugt, den Menschen damit den einzig wahren Wert des Lebens zu ermöglichen und setzt alles daran, dieses "Rad" am Laufen zu halten.



Zum alten Mann:

das ist ein kompliziertes Thema. Meine Theorie:

von all den späteren Ereignissen, welche er bereits geschnitzt hatte (die Begebenheiten mit den schwarzen Steinen, z.B. Calia am Ess-Tisch in einem seiner Zimmer), fiel mir Rynéus deutlich auf. Im Zimmer mit dem Bücher-Rätsel sieht man die Holzfigur eines kleinen Jungen, mit Nägeln in linker Kopfhälfte und linkem Bein. Das sind exakt die Körperregionen, in denen sich Rynéus Geschwüre breit machen.
In den verschiedenen Zyklen wiederholen sich zwar Ereignisse und Persönlichkeiten, aber nicht 1:1.

Die "Holzwerkstatt" des alten Mannes wirkt fast so, als würde er experimentieren, wie der Zyklus aufzuhalten ist.
Der Brief, verfasst von Gajus sowie die Frau im Wasser im Gewölbe des Anwesens deuten daraufhin, dass er sehr unter diesem Zustand leidet und bereits mehrfach vergeblich versuchte, das Blatt zu wenden.

An dieser Stelle kommen die schwarzen Steine ins Spiel. Anscheinend gibt es mehr als die 3, die man im Zuge der Haupt-Quest findet.
Ein schwarzer Stein, gut ersichtlich an Rynéus, besitzt die Möglichkeit, die Realität nach der eigenen Vorstellung zu formen.
Möglicherweise ging der alte Mann davon aus, dass ein schwarzer Stein in den Händen eines jungen, unverdorbenen Kindes eine bessere Realität erschaffen könnte. Zu diesem Zweck konstruierte er bei Rynéus diese schlimme Krankheit. Denn ein normales Kind, ohne überdurchschnittliche Makel, würde in der Regel nicht einfach so den Wunsch nach einer besseren, gerechteren Welt entwickeln.
Hierzu benötigt es einen großen Leidensdruck, wie bei Rynéus. Rynéus schlimmes Schicksal und der dadurch resultierende sehnlichste Wunsch nach einem besseren Umgang miteinander ist es letztlich, der zumindest Silberhain zu einem Hort des Friedens macht.
Ein schwarzer Stein, in den Händen eines Erwachsenen, mit seinen eigenen Vorstellungen, Wünschen, Sehnsüchten und v.a. - wie Enderal häufig andeutet - inneren Dämonen, würde nur zu Leid führen. Daher braucht es das unschuldige, in der Regel gute Gedankengut eines Kindes mit gegebener Motivation, überhaupt etwas an der derzeitigen Situation zu verändern. Wäre Rynéus nicht von diesen Geschwüren geplagt gewesen, hätte er vermutlich auch keine Ambitionen gehabt, sich eine gute, heile Welt zu ersehnen. Auch andere Kinder in diesem Alter könnten Probleme haben, siehe Tharael. Diese Erfahrung jedoch bspw. führte zu Rache.
Rynéus einziger Wunsch war es hingegen - aufgrund seiner Ausgrenzung wegen den Geschwüren - dass die Leute mit ihm und auch untereinander gut umgehen.

Und wie man im Zuge dieser Quest sieht, scheint es ja zumindest oberflächlich geklappt zu haben. Silberhain war einer der friedlichsten Flecken Enderals, solange es nach Rynéus Wünschen geformt wurde. Eine lokal begrenze Realität, die sich anders verhält als der Rest der Welt und dessen Grundlage dem Zyklus trotzen könnte.

Und hier kommt gewissermaßen auch wieder die verschleierte Frau bzw. besagtes Buch aus "Festung Fahlstern" ins Spiel:
Rynéus selbst sagt, dass er sich anfangs sehr über sein "neues Leben" gefreut hatte, er es aber sehr schnell nicht mehr so toll fand. Weil alle immer nur das machen, was er will. Es gibt in der von ihm geschaffenen Realität keine Gegensätze mehr. Das stellt auch ihn nicht zufrieden.

Der alte Mann hatte bestimmt sehr viele verschiedene Lösungsansätze ausprobiert und auch dieser ist wieder zum Scheitern verurteilt.

Wie genau der alte Mann das überhaupt anstellt, ist fraglich. Ggf. besitzt er selbst einen der schwarzen Steine, immerhin kann er wohl ein großes Anwesen mal so eben aus dem Nichts empor zaubern und auch wieder verschwinden lassen. Sprich: es ist ihm möglich, die Realität zumindest ein Stück weit nach seinem Willen zu formen.
"Mein Stolz war mein Fall" - notiert im Brief und des Rätsels Lösung im Anwesen - könnte darauf hindeuten, dass er, ähnlich wie der schwarze Wächter, versucht hatte, die Menschheit zum Besseren "umzuerziehen", damit aber scheiterte. Aus dem einfach Grund, dass er, wie auch der schwarze Wächter, eben noch immer menschlichen Ursprungs ist und somit denselben Schwächen unterliegt, die letztlich zur Läuterung führen.
Wenn selbst der schwarze Wächter menschliche Schwächen nicht ablegen konnte, dann der alte Mann vermutlich auch nicht. Seine war Stolz. Möglicherweise war er zu stolz zuzugeben, dass seine Bemühungen nicht zum Erfolg führten und sogar noch mehr Leid erzeugten. Wie es bei den 3 Quests zu den schwarzen Steinen zu sehen ist.

Was also ist der alte Mann? Nachdem das Haus verschwunden ist, befindet sich ein Schrein auf dem Grundstück. Das könnte darauf hindeuten, dass er so etwas wie ein göttliches Wesen ist. Hierzu gab es im damaligen Enderal Release-Trailer ein Zitat: "Ein wahrer Gott ist ein Zustand, dessen Existenz allein die Realität nach seinem Willen formt".
Er könnte auch ein Bote eines vorangegangenen Zyklus sein. Diese Theorie ist mir jedoch etwas zu dünn.
Zumal er in einer Situation äußert: "Wer ich bin? Darauf hätte ich euch früher eine eindrucksvolle Antwort geben können.". Das deutet eher darauf hin, dass er nicht "unbedeutend" war. Vllt. war er ja sogar ein Wissenschaftler, der sehr überzeugt von seinen Ideen und Ansichten war und zu spät erkannte, dass er sich mit seinem Schaffen auf dem Holzweg befindet.
Es wäre auch möglich, dass er selbst die schwarzen Steine erschaffen und in der Welt verteilt hat. In der Hoffnung, dass die Macht eines solchen Artefakts in den richtigen Händen zu einer besseren Welt führen könnte. Er selbst hat ja eingesehen, dass es nichts bringt, Menschen von seinen Ansichten überzeugen zu wollen.
In Verbindung mit den "Schicksalen", die er in seiner Werkstatt schnitzt, könnte er versucht haben, eine Einsicht zu erzwingen.

Zusätzlich scheinen die schwarzen Steine nur von jenen angezogen zu werden, die gravierende negative Emotionen in sich tragen. Ohne einen subjektiven Missstand, sähe sich möglicherweise eine andere Person gar nicht veranlasst, dieses Artefakt zu nutzen.

Calia = Trauer
Rynéus = Angst
Adila = Rache

Vermutlich hoffte der alte Mann darauf, dass Menschen in diesen Situationen die Steine nutzen könnten, um aus ihrem Leiden und dem daraus resultierenden Wunsch nach Veränderung, die Welt zu verbessern. Was sich jedoch als Trugschluss herausstellte.

Viel spannender als das wer oder was, ist für mich seine Motivation.
Puh, ist das lang geworden :D
Ephine
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Nach den neuen Questinhalten, habe ich folgende Theorie zur verschleierten Frau:

Meiner Meinung nach ist sie vermutlich der wahre Gott. Sie ist definitiv mehr als ein Hoher, denn sie sagte, der Ausgang des Zyklus wäre für sie nicht von Belang, denn sie stünde weit über all dem. Aus dem Buch der Kadath geht hervor, dass ihre erste Schöpfung die Goldene Stadt war, das zu perfekte Paradies. Die Menschen konnten ihre Existenz nicht schätzen, da sie keinen Sinn und kein Ziel in ihrem Dasein sahen. Zitat aus dem Buch: „[…] Und so war es, dass Sie ihren Fehler begriff: Der Mensch war nie für die Ewigkeit bestimmt. Nichts und niemand war es - Nur der Wandel sollte Bestand haben. Also zerschlug Sie Kadath. […] Sie erschuf den Hass, sie erschuf den Stolz. Sie erschuf die Angst, Sie erschuf das Leid. Sie erschuf den Kreislauf. Und mit ihm die Hoffnung. Und die neue Saat wurde gesät.“
Mit anderen Worten, hat die verschleierte Frau den Menschen einen Lebenssinn gegeben, indem sie Dualität erschaffen hat. Das ist vermutlich der einzige Weg, um zu lernen. Denn wo es nur Licht gibt, ist „Licht“ bedeutungslos, da es nicht wahrgenommen werden kann. Man kann nicht verstehen, was Licht ist, wenn es keinen Schatten gibt. Erst durch die Gegensätze, erlangen Wahrnehmungen (Emotionen und Sinneseindrücke) Bedeutung. Will man also lernen, was es bedeutet Demut und Mitgefühl zu empfinden, muss man Stolz und Hass überwinden. Will man bedingungslos lieben und vertrauen können, muss man die Angst überwinden usw. Und erst wo es Leid gibt, kann man auf Besserung hoffen. Die Motivation vom negativen Zustand zu seinem positiven Gegenpol zu gelangen, ist doch schlussendlich, was uns alle antreibt. Gäbe es keine Zeit und wir wären unsterblich, so gäbe es auch keine Motivation etwas zu erreichen. Wir brauchen somit auch den Zeitdruck irgendwo :wink:

Man beachte jetzt den letzten Satz des Buches: „Und die neue Saat wurde gesät.“
Für mich ist das ein klarer Hinweis auf den Zyklus und die Hohen. Hier mal ein Gedankenspiel: Ich sehe die Hohen als eine Art „höheres Selbst“. Was, wenn sich die Energie/Seele, die einen Hohen schlussendlich ausmacht, im Laufe des Zyklus als all die Menschen einer Ära inkarniert. Durch all die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, könnte aus ungeordneter Energie ein neues Bewusstsein werden. Ein kollektives Bewusstsein, das höher entwickelt ist und nun weiß, was Licht, Liebe, Hoffnung usw. ist, da es in allen Eventualitäten und all den Millionen Leben alle möglichen Szenarien und Gegensätze erfahren hat. Dieses Bewusstsein erlangt dadurch Identität und allumfassendes Wissen.
Am Anfang wird also Energie investiert (gesät) und all die Seelen erschaffen, die dann auf Vyn wandeln. Mit jedem Tod, erlangt das ätherische Bewusstsein (der Pre-Hohe oder auch die verschleierte Frau selbst?) neue Erkenntnisse. Bei der Läuterung wird dann die große Ernte eingefahren und Bilanz gezogen. So nun die Frage, warum mischt sich die verschleierte Frau ein, indem sie den Propheten schickt?

Ich denke, weil die Menschen leider bisher in jedem Zyklus sich nicht zum positiven Pol der Dualität, sondern zum negativen, nämlich in Richtung Selbstzerstörung bewegt haben. Daher auch immer die gleichen Phasen. Alle, die die Läuterung schlussendlich verursachen, sind getrieben von Stolz, Ego, Hass, Rache, Angst etc. Hätten die Menschen im Laufe des Zyklus all diese Emotionen bereits überwunden, dann wären sie bereit für das „Paradies auf Erden… äh Vyn“ oder die Goldene Stadt. Sie hätten dann durch die Gegensätze lernen können, den Frieden, die Schönheit und all das Gute zu genießen. Sie wüssten es endlich zu schätzen. Als Gottheit, die das ganze Spiel des Lebens gestartet hat, schickt die verschleierte Frau also ein paar Fleischlose als Trigger auf den Weg Richtung Leuchtfeuer und beobachtet, wie die Mehrheit der Menschen gepolt ist - haben bereits genug gelernt aus der Dualität, oder kämpfen sie noch mit allen Mitteln darum, in ihrer Misere zu verweilen? Springen die Menschen darauf an und sehen aus Angst/Hass/Stolz in den Hohen den Feind, den sie vernichten wollen, so vernichten sie sich dabei selbst bzw. leben vereint in einem Hohen mit neuen Erkenntnissen weiter. Die Läuterung ist somit vielleicht der Resetbutton, den die verschleierte Frau als Hüterin des Spiels ansteuert, bevor die Menschheit sich komplett selbst zerstört. So werden sie wenigstens Teil eines Hohen und können im nächsten (Inkarnations)Zyklus erneut versuchen ihre Schwächen zu überwinden? Im Grunde lässt sie den Menschen die freie Wahl. Unbewusst wählen die dann ihr Schicksal und bisher war es eben immer der Resetknopf aka "die Ernte".

Vielleicht verlangt die verschleierte Frau Opfer, um zu evaluieren, wie viele Menschen den Zyklus satt haben und bereit sind, mit den richtigen Motiven auszusteigen: Nämlich durch Aufgabe von Stolz/Ego/Körper und somit Individualitat. Die Rhalata streben das an (deshalb sind auch alle anderen "die Schläfer"). Ich glaube nicht, dass sie aus den Opfern Energie bezieht. Das hat sie doch nicht nötig. Aber vielleicht können nur Fleischlose oder Menschen, die ein entsprechend hohes Level an Bewusstheit erlangt haben, sie sehen? Wenn man sich die Depressionen von Tara mal genauer ansieht, dann zeigen sie, dass sie sich vom harten Leben und der ganzen Negativität herunterziehen lässt und die Absurdität erkennt. Tara sehnt sich nach einem höheren Sinn, einer Bedeutung, die über die weltlichen Belange hinausgeht. (Und bitte nicht falsch verstehen, ich befürworte definitiv keinen Suizid im Namen irgendeiner Gottheit!! Das sind nur Interpretationsmöglichkeiten, die zu so durchaus gefährlichen Sekten wie der von Tara oder der Rhalata gut passen.)

Ich glaube, die verschleierte Frau ist sehr mächtig, aber sie greift vermutlich sehr überlegt ein und nur so viel, wie nötig ist, um den Anstoß zu geben.

Der alte Mann (wie damals schon erwähnt), ist vermutlich wirklich ein Fleischloser aus einem früheren Zyklus. Er scheint mir zwischen mehreren Eventualitäten reisen zu können (deshalb könnte sein Haus auch verschwinden - er hat vielleicht einfach die Eventualität gewechselt?) und beobachtet alles und wartet darauf, dass der Zyklus schließlich überwunden wird. Das scheint wohl nicht in vielen Eventualitäten der Fall zu sein. Er hat erkannt, dass er die Menschen nicht belehren kann. Sie müssen alle Erfahrungen selbst machen. Er hat auch keine Antwort mehr darauf, wer er ist, da er erkannt hat, dass die Dualität zwar zum Kategorisieren und Schubladendenken führt und man sich gerne im Verhältnis zum Rest als „besser“, „schöner“, „stärker“ beschreiben will, das aber eigentlich nur eine Illusion ist. Am Ende sind alle gleich, alle haben die gleichen Hürden zu bewältigen und alle sind Teil eines kollektiven Bewusstseins. Solange jeder seinem Ego verhaftet bleibt und darum kämpft, wird es auch die Läuterung geben, die das Gegenteil erzwingt (gemäß der Dualität). Ich habe das Buch zur blauen Konservierungsflüssigkeit studiert und er hat wohl seine Gefährtin wirklich konserviert. Und sie glaubt noch immer an „den Traum“. Träumt sie vom Ende des Zyklus? Von einem besseren Leben? Meint sie etwa die goldene Stadt, als sie fragt: „ Sind wir endlich angekommen?“

Und ist das ganze Leben/der Zyklus nicht auch nur ein Traum? Eine virtuelle Realität (im wahrsten Sinne des Wortes, es ist ein Game :lol: )? Vielleicht ist alles eine Mischung aus Matrix und Inception. Ein Traum im Traum im Traum usw. mit dem Ziel mehr Bewusstheit durch Erfahrungen zu erlangen?

Ich glaube der größte Trugschluss unseres Daseins ist es zu behaupten, dass man weiß was „Die Realität“ ist. Was real ist, ist nur eine Frage der Perspektive. Jede Eventualität ist real, aber als Spieler erlebt man nur eine. Es sei denn man stirbt und muss neu laden, dann bewegt man sich auf einem parallelen Strang einer anderen Eventualität. Das ist genial gelöst und tröstlich zugleich: Alle Gesprächsoptionen und Enden sind bereits einprogrammiert und vorhanden, wir entscheiden lediglich, welche wir erleben wollen. Und wir als Spieler beobachten alles aus einer höheren Perspektive . Wie ein Hoher, sammeln wir im Laufe des Spiels Erfahrungen. Und die verschleierte Frau wäre als Gottheit dann so etwas wie der manifestierte Source code, der Wille der Programmierer - sie gibt die Richtung vor. Soviel zum big picture und meinen verworrenen Gedankengängen. :shock:
HanSoloOne
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So nun die Frage, warum mischt sich die verschleierte Frau ein, indem sie den Propheten schickt?
Nun, die Geschichte über "Kardath(?)" aus Festung Fahlstein gibt etwas Aufschluss darüber.
Ob die verschleierte Frau nun selbst eine "höhere Macht" oder eine "Beobachterin des Spiels" ist, darüber lässt sich spekulieren.

Warum Sie eingreift, ist meines Erachtens nach klar. Sie sorgt für die Vergänglichkeit, die in ihren Augen dem Leben erst Sinn verleiht, indem sie den Zyklus bewahrt und dafür sorgt, dass dieser ununterbrochen weiter läuft. "So wie seit Äonen".
Anfangs sagt sie, "der erste Flügelschlag muss geschehen, damit sich die Wahrscheinlichkeiten fügen" - andernfalls, so scheint es, geht sie davon aus, die Menschheit würde erneut in den im Buch beschriebenen Zustand der Leere verfallen, sollte der Zyklus durchbrochen werden.
Ich denke, weil die Menschen leider bisher in jedem Zyklus sich nicht zum positiven Pol der Dualität, sondern zum negativen, nämlich in Richtung Selbstzerstörung bewegt haben. Daher auch immer die gleichen Phasen. Alle, die die Läuterung schlussendlich verursachen, sind getrieben von Stolz, Ego, Hass, Rache, Angst etc. Hätten die Menschen im Laufe des Zyklus all diese Emotionen bereits überwunden, dann wären sie bereit für das „Paradies auf Erden… äh Vyn“ oder die Goldene Stadt
Genau das ist der Punkt. Dieser Zustand, "das Paradies auf Erden" ist nach Ansicht der verschleierten Frau ein Übel.
Daher bewegt sie auch Menschen wie Tara dazu, sich ihr anzuschließen. Auch diese ist von Schwermut und einer Leere ergriffen, ähnlich der Bewohner von Kadath und scheint viel auf sich zu nehmen, um diesen Zustand zu ändern. Als Esme am Ende der Quest in der Wüsten-Ruine "die Fassung verliert", betont sie, wie gut es Tara gehen würde und dass es Menschen gibt, denen es wirklich schlecht geht usw. usf.

Die verschleierte Frau steht für eine Welt der Gegensätze, die dem Ganzen erst Sinn verleihen.
Das wird recht gut anhand der Erzählung der "Goldenen Stadt" veranschaulicht. Ob es jetzt das Essen ist, das immer das Beste vom Besten ist und somit an Bedeutung verliert oder die Anspielung darauf, dass nur der Tod dem Leben ein Bedeutung verleiht (im Vergleich zu einem unendlichen Leben).
Die positiven Emotionen würde es ohne die negativen nicht geben. Ohne Trauer gäbe es keine Freude, ohne Verzweiflung keine Hoffnung usw. usf.
Wie menschlich wäre jemand, der niemals trauert oder trauern kann? Siehe "Letho".
In diesem Sinne sorgt die Saat dafür, den Menschen überhaupt erst menschlich zu machen, indem sie ihm die Emotionen gibt.

Der "Vater" der Rhalata vertritt in dieser Hinsicht den gegenteiligen Standpunkt.
MeritAmun
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Was ich ein wenig schade finde, ist, wenn man diese Quest von und Esme gemacht und Einiges erfahren hat, was die verschleierte Frau angeht, ist folgendes. Dass man nämlich, hat man danach während der Schwarzer Stein-Quest mit Jespar, wenn man die Dame dann wieder trifft, keine Möglichkeiten hat mir ihr über den Zyklus usw. ins Gespräch zu kommen. Da hätte ich mir eigentlich ein paar neue Gesprächsoptionen gewünscht, gerade weil man ja eigentlich was über diese Vision erfahren hat und in der MQ ja schon recht weit fortgeschritten ist.
Hahlebopp
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Interessant finde ich ja vor allem die Widersprüchlichkeit im Wirken der Verschleierten Frau.
Am Ende der Quest mit Esme war ich mir vom Gefühl her ja so gar nicht sicher, ob die Verschleierte Frau mit diesem Opfer-Ritus tatsächlich hehre Ziele verfolgt. Und auf der anderen Seite spielt sie natürlich auch eine maßgebliche, helfende Rolle, für die Menschen, für den Spieler.
Jetzt gerade beim Schreiben kommt mir auch der Gadanke, dass es sich bei der verschleierten Frau vielleicht auch um ein Gegenstück zu den Hohen handelt. Während diese sich von Wut und Hass und allem Schlechten im Menschen nähren sind es bei der verschleierten Frau hingegen vielleicht die positiven Aspekte von wenigen guten Menschen.

Über den alten Mann gibt ja es im Archiv schon einen sehr interessanten Thread. (Ich glaub durch diesen Thread bin ich auch überhaupt erst auf dieses Forum hier gestoßen.)
Hier mal ein sehr interessantes und auch mysteriöses Zitat von Nicolas Lietzau zum alten Mann, aus diesem Archiv-Thread:
Ich kann natürlich keine konkrete Antwort auf die von meinem Vorposter gestellten Fragen geben, aber ich bin eigentlich positiv überrascht, dass die Identität des alten Mannes vielen nach wie vor so schleierhaft (No pun intended) ist. Ich dachte einmal, das es viel zu offensichtlich ist, auch mit den Schnitzfiguren usw. Aber ich denke, als Writer hat man da einfach eine total verquere Perspektive drauf. :mrgreen:
Am naheliegendsten ist ja tatsächlich der Gedanke, dass es sich beim alten Mann um einen vorherigen fleischlosen Propheten handelt. "Stolz war mein Fall" würde ich auch dahingehend interpretieren, dass es einfach vollkommen vermessen war/ist, zu glauben, man könnte "ganz allein" die Menschheit von Grund auf ändern.
Nur auf die hölzernen Figuren kann ich mir keinen Reim machen ... Aber vielleicht handelt es sich ja auch gar nicht um hölzerne Figuren. Vielleicht sind es ja auch die tatsächlichen, öh verholzten, Überbleibsel einer vorherigen "Ernte". :?:
Eine andere Idee wäre noch, dass der alte Mann vielleicht auch etwas mit dem Ursprung dieser endlosen Zyklen zu tun hat. Also dass er ein höheres Wesen ist und eine Art Wette abschloss (mit der verschleierten Frau?), um das wahre Wesen der Menschheit, oder etwas in diese Richtung.

... Naja ... Letztlich wird natürlich/wahrscheinlich/womöglich auch ganz bewusst Vieles nur nebulös gehalten worden sein, von sureAI und/oder einfach nur der Geschichte dienen. Also man sollte wohl auch nicht zu viel spekulieren oder in das Ganze hinein interpretieren ... Interessieren würde mich jedoch noch, ob vielleicht Jemand hier wirklich die unzähligen Bücher im Spiel aufmerksam gelesen hat. Viele Antworten werden sich ja wahrscheinlich noch am ehesten dort finden.
QuitscheenteOfDoom
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Noch ein paar Gedankenspielereien:
[+] Außerhalb und innerhalb der Story
"I am the watcher of the game. I have been for aeons, since the beginning of time, when from darkness came light." Klingt, als würde sie vor einem Bildschirm sitzen wie wir Spieler auch. Ich denke, wir sollen und können gar nicht verstehen, was es mit ihr genau auf sich hat, als wäre sie so eine Art Tom Bombadil von Enderal, nur bisschen humorloser. Als Spieler bin ich absolut zufrieden mir der Antwort, dass sie unerklärlich ist. Aber für meinen Charakter hätte ich gerne irgendeine story-immanente Antwort darauf, wer sie ist... Durch die Sache mit der Opferung wirkt es, als gäbe es tatsächlich so eine Antwort - oder zumindest irgendwelche Antworten, auf die man kommen könnte. Die Frau wirkt nach dieser Geschichte auf einmal ein ganzes Stück weltlicher, wie der übliche heidnische Gott von der nächsten Tanke.
[+] Dress to impress
Die Roben, die die verschleierte Frau im Verlauf des Spiels trägt, sehen denen des Vaters der Rhalâta verdächtig ähnlich. Ich bin mir nicht sicher, ob sie einfach ein visuelles Update hatte, um sie von ihren robentragenden Anhängern zu unterscheiden oder ob das noch mehr bedeuten soll. Wenn letztes der Fall sein sollte, brauche ich eine Pinnwand, Klebezettel und roten Faden, um diese Verschwörungstheorie aufzuarbeiten... :lol:
[+] Auf einen Streich
Kann es einen Zusammenhang mit der Anzahl der Opfer geben; 7 Göttliche, die nach den Ereignissen in Nehrim tot sind und nun braucht die verschleierte Frau sieben Opfer?
[+] Urban Fantasy
Was mit der Goldenen Stadt passiert ist, klingt recht ähnlich zu dem, was mit der Sternenstadt passiert ist: Es lief zu gut, um wahr zu sein und dann ging alles den Bach runter. Kann es sein, dass die verschleierte Frau dort auch ihre Finger im Spiel hatte? Die Sternenstadt ist allerdings vor der Läuterung sicher. Vielleicht haben die Bewohner es ganz ohne verschleierte Frau geschafft, ihr eigenes Glück zu ruinieren.
[+] Atme.
Ich denke nicht, dass die verschleierte Frau den Zyklus am Laufen halten will bzw. "gegen" die Menschheit ist.
Laut dem Schwarzen Wächter müsste der Prophet eigentlich sterben, nachdem das alles für das Entzünden des Leuchtfeuers in die Wege geleitet wurde (wenn wir ihm glauben). Aber in unserem Durchlauf des Zylus erweckt die verschleierte Frau den Propheten wieder mal zum Leben und öffnet ihm ein Portal zum Schwarzen Wächter. Das macht den Propheten zu einem absoluten Sonderfall (da der Alte Mann jedoch lange vor dem Schwarzen Wächter unterwegs war, kann auch er so ein Sonderfall sein, wer weiß). Wieso ist gerade dieser Prophet dafür qualifiziert, am Leben zu bleiben? Gibt es jetzt genug Leid ind er Welt, dass sie die (Schwarze) Waage wieder in die andere Richtung schubst? Den guten Jespar erweckt sie ja auch wieder zum Leben, obwohl die Hohen sicher auch ohne ihn klarkommen würden.

Ihr Eingreifen gibt mir die Hoffnung, dass die verschleierte Frau den Zyklus nicht am Laufen halten will, sondern nur so weit am Laufen hält, bis die Menschheit wieder mal eine Chance hat, die Hohen zu brutzeln (dass das nicht klappt, ist das dann natürlich immer wieder doof :dumb: ).
Leider nur noch mehr Fragen...
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