Für die, die die Main Quest zu Ende gespielt haben (SPOILER)

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SarahAndreaRoyce
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16.04.2017 22:03QuitscheenteOfDoom hat geschrieben:
22.01.2017 02:45Stefanie hat geschrieben:
Es scheint tatsächlich niemand geschaft zu haben, ohne Partner durchzuspielen, jedenfalls kam bisher dazu kein Kommentar.
Wenn doch, wäre das noch ein anderes Ende?
Habe es mal darauf ankommen lassen und beide Gefährtenquests vermasselt :cry: Wurde dann irgendwie in einer Friendzone mit Calia gelockt, bei der sie meinen MC weiter begleitet...
Uhm, vermasselt? Ich hab darauf verzichtet, mit irgendwem anzubandeln, auch ohne das kam ich gut mit beiden aus und bekam auch keine Meldung, dass ich irgendeine Companion Quest vermasselt hätte.
QuitscheenteOfDoom
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17.04.2017 06:25SarahAndreaRoyce hat geschrieben:
Uhm, vermasselt? Ich hab darauf verzichtet, mit irgendwem anzubandeln, auch ohne das kam ich gut mit beiden aus und bekam auch keine Meldung, dass ich irgendeine Companion Quest vermasselt hätte.
Dann dürfte bei den Gefährtenquests bei "Freunde" und "scheitern" ja unterm Strich ungefähr dasselbe bei rumkommen.
[+] Spoiler
Wahrscheinlich muss man die Begleiter schon ziemlich verletzen, damit die Quests komplett scheitern. ... z.B. die Gespräche mit Jespar in der Untergrundbahn und mit Calia in der Scuola abbrechen und generell anderer Meinung sein.
Beim Scheitern der Jespar-Quest in der silbernen Wolke stand in der Meldung, dass er meinem MC nicht genug vertraue und später im Kuratorium sagte er auch, er habe nicht den Eindruck gehabt, dass wir besonders gut miteinander ausgekommen seien (ich weiß gar nicht, ob er das auch sagt, wenn man seine Quest nicht scheitern lässt). Bei Calia stand in der Meldung, ich hätte zu lange gewartet.
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Ein komplettes Scheitern ist nicht möglich, nur das der einzelnen Unterquests.
Es wirkt sich soweit ich mitbekommen habe auch etwas auf den Verlauf der Romance-Quest aus.
(Sieht man schon in Sarahs Letsplay, z.B. die Scene im Flugboot ist nicht immer gleich, aber auch an anderer Stelle)
Der Partner mit den meisten Romancepunkten begleitet einen abschlissend, ob befreundet oder mehr, ergibt sich dann.
Aber man muss schon ziemlich deutlich sein, um nur befreundet zu sein, so mein Eindruck.
mike1979
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Ich hab Enderal nun auf den Tag genau vor einem Jahr einmal durchgespielt, musste die Erfahrung aber erstmal setzen lassen und wage nun eine persönliche Einschätzung meinerseits. Dazu hatte ich mir eine Erinnerung für Heute gesetzt (bzw. Gestern, sollte ich über 0:00 Uhr kommen) - ich konnte nach dem Durchspielen noch kein Statement abgeben. Meine Erklärung des Ablaufs kann natürlich an Fiktion erinnern, das möchte ich auch garnicht bestreiten. Und es können natürlich auch meine persönlichen zwischenmenschlichen Erfahrungen und Weltanschauung mit einfließen :) . Ich finde es übrigens erstaunlich, dass ich nur anhand der Grobnotizen von damals diesen Vollbericht, bzw. diese Schildung schreiben kann und mich noch immer an viele Einzelheiten erinnere. Das kommt nur selten vor.

Mit meinem männlicher SC und mit Jespar damals im Gepäck (wer ahnt denn, dass ich beim freundlichen Worttausch mit ihm anbandel' :) ) ab auf die Wolkenstadt "gerettet"; nur um festzustellen: "Was wollen wir die nächsten 200 bis 1.000 Jahre eigentlich zusammen machen?". Gut, er mochte vielleicht auch nicht mehr "ganz lebendig" sein, ähnlich dem SC da er von der seltsamen Frau wiederbelebt wurde; vielleicht war er nicht jetzt auch unsterblich? Aber ich denke nicht, dass hier großartig Nachwuchs gezeugt worden wäre, aber wir hätten sicherlich viel Spaß gehabt...

Das andere Ende mit der Selbstopferung war für mich auch irgendwie nicht wirklich überzeugend, da ich sämtliche Mittel, um die kommende und persönlich existenzbedrohende, wenn auch zu spät erkannte Zukunft zu ändern gleich aus dem Wind geschlagen hätte.

Ich war über mich selbst recht erstaunt, das ich als (so denke ich) aufgeklärter, gebildeter, liberaler und moderner Mensch mir - wenn auch nur von einem Spiel, bzw. der Story - die Scheuklappen aufsetzen ließ und der Story mehr oder minder blind fast widerstandslos bis in den Abgrund gefolgt bin. So muss es im übertragenen Sinne anderen Bevölkerungen auch gegangen sein (wie der Bevökerungsgruppen damals in den Weltreich-Versuchen der Franzosen unter Bonaparte, den Italienern unter Caesar oder den Deutschen unter *darf ich vermutlich nicht schreiben* ergangen ist - der Vergleich sei mir bitte verziehen im Bezug auf die Parallelen).

Mit dem Durchspielen von Enderal stellte sich zeitgleich einen emotionalen Tiefpunkt bei mir ein. Viele Stunden reingesteckt nur um eigentlich alles zu vernichten, was man im übertragenen Sinne eigentlich schützen wollte. Harter Tobak, aber gerechtfertigt. Tolle Storyline, nur schwer vorhersehbar.

Es werden im Storyverlauf natürlich persönliche Ziele verfolgt, ob nun direkt ersichtlich oder eher sekundär hintergründig oder indirekt. Man folgt seiner vermeintlich rechtschaffenen Weisung, strampelt sich ab um Ziele zu verfolgen, die schlussendlich aber dennoch nicht die des Spielers sind. Erste Zweifel kamen mir beim ersten Kennenlernen von Theolor Arantheal, wurden aber schnell durch sein "Charisma" zerstreut.

Die Nation mit ihrem "Leuchtfeuer" versucht es mit dem Glauben an die besten Absichten fertigzustellen, mobilisiert und motiviert die Anhänger dafür zu unfassbarem Fanatismus - wobei man beim ersten Mal durchspielen zwangsläufig dazuzählt und sicherlich bei manchen Angelegenheiten mitfiebert (man ließ sich von der Idee anstecken und hinterfragt nichts) - und provoziert damit direkt oder indirekt andere Reiche, was irgendwann zu einem Krieg führen muss. Ich habe selten eine so gut gemachte Story wie in Enderal gespielt, vermutlich auch weil die sozial- und humanplitischen Hintergründe der unseren realen Welt so ähnlich sind (man ersetze "Leuchtfeuer" mit "Wasserstoffbombe", bzw. deren Drohungs- oder Gefahrenpotential für Andere). Wenn ein Land nun ein "Gerät" bauen würde mit dem Versprechen damit alles "Böse" (man beachte die subjektive Sichtweise) auf der Welt zu verbannen... es würde wohl genug Zuspruch finden.

Es gibt reell viele Dokumentationen, wo Bürger verschiedener Länder blind daran "glauben", was der "Landesprophet" erzählt - und damit wird es zur Wahrheit des Individuums, weil man es irgendwann selbst auch glaubt, solange man genug Bestätigung bekommt oder es nur oft genug vorgesagt bekommt.

Und genau in dieser Situation findet man sich als Spieler je nach Verständnis früher oder später nach einigen Spielstunden. Auffällig wurde dies natürlich beim Punkt, wo man seine eigene Leiche findet ("das kann doch eigentlich nicht sein?" und gefolgt von versuchten Selbsterklärungen und Ausflüchten), bzw. bei der Sidequest von Jaspar als er nach dem verlorenen Zweikampf wiederbelebt wurde. Zuvor glaube ich war das Zusammentreffen mit dem unsterblichen Gajus, der den Sigil-Stein übergab; aber ohne "echte" Gegenleistung? Schwer fassbar, aber glaubwürdig im "Fanatismus" an den Glauben des Spielers das nächste Etappenziel erreicht zu haben in Anbetracht der Zeit die investiert wurde. Ich ziehe meinen Hut vor den Story-Entwicklern. Genau so funktioniert Manipulation und wurde perfekt in die Story integriert.

Nach dem ersten Durchspielen hatte ich mehrere Überlegungen angestellt, was wäre gewesen ...
... wenn ich den anderen Charakter mit hochgenommen hätte? Was wäre gewesen,
wenn ich das Leuchtfeuer unter Opfer meines (Spieler-)Lebens zerstört, bzw. gestört hätte...

... ich denke im Endeffekt würde sich nichts daran ändern, dass sich die Zukunft der Menschheit sich wieder im Kreis dreht. So blauäugig man auch auf das Gute der Menschheit erwartet, es wird so wohl nicht eintreffen.
Auch wenn man von der Wolkenstadt irgendwann "aus dem Himmel runterfällt" und das Szepter in die Hand nimmt, würde sich wohl dennoch wieder alles wiederholen.
Als Einzelner (je nach Storywendung / mit anderem Begleiter vielleicht sogar als Paar) hätte man dennoch zuwenig Einfluss, sofern man nicht massiven politischen und sozialen Druck ausüben könnte (mit anderen Worten: Unterjoche ein Volk und befehlige diese für Macht).
Sämtliche Materialien und Baupläne oder Vorlagen auf der ganzen (Spiel-)Welt zu vernichten schaffen ein bis zwei Personen nicht. Und würde man als "wahrer" Prophet herumlaufen und sagen "BAUT DAS NICHT!" würde es die Menschheit - oder wenigstens einige "Auserwählte" dennoch forcieren. Sie würden es doch wieder tun, bzw. das "Leuchtfeuer" bauen, da alles Verbotene anziehend wirkt. Und wie so schön in der Story erzählt wurde - die (ich glaube) sieben Überlebenden des letzten Zyklus (die "Gottheiten") die wußten, dass der Zyklus durch das Leuchtfeuer ausgelöst werden würde, wurden abgeschlachtet. Waren diese nicht auch "unsterblich", also mit nicht endender Vitalität wie der SC? Ähnlich würde es wohl daher auch den (je nach Entscheidungen) ein bis zwei Überlebenden des Spielergames gehen. Außerdem wären irgendwelche Fragmente immer auffindbar, also auf eine nahezu unendliche Zeitspanne gesehen.

Als Gegenpol könnte man nun versuchen, Länder, bzw. Macht gegen die Waffe aufzubringen; würde man diese Wahl tätigen, wäre man auf der Seite der Rhalâta, bzw. man würde in die Fußstapfen von Narazul treten. Aber - möchte man das wirklich? Auf Gedeih' und Verderb' Alles und Jeden niedermetzeln unter dem Vorwand "Gutes" zu tun? Und auch Narazul meinte, er sei ein Auserwählter (vermutlich hatte auch er den vorherigen Zyklus überlebt?)... so oder so wäre man der Feind der anderen Seite.

Es gibt meines Erachtens kein Ende, sondern nur eine Wiederholung der Geschichte. Es gibt auch keine "Guten" und "Bösen", es ist immer eine subjektive Auslegungssache der Situation des Einzelnen.

Und genau da denke ich trifft Enderal den wunden Punkt; mir gefällt diese Idee sehr gut da sie einfach extrem nah an unserem, also am wirklichen Leben liegt.

Was die Träume betrifft erkläre ich es mir einfach damit, dass der SC (nicht der Spieler selbst!) einfach von Anfang an weiß, dass etwas nicht stimmen kann (da er ja eigentlich tot ist) und sein restlicher, verbliebener Versand, bzw. seine Erinnerungen rebellieren und wahnsinnig anmutende Szenen erschafft um ihn zu warnen. Frei nach dem Motto: Wenn Du weitermachst, brennt alles nieder.
Nur können wir die Szenen - gerade am Anfang - nicht richtig deuten.
Ich denke auch, dass die unbekannte Frau einfach nur eine Metapher für den Fehlglauben, bzw. der fanatische Glaube an die "falsche" Wahrheit ist und eines jeden Einzelnen darstellt und diese in Jedem Besitz ergreifen könnte.

Ich freue mich auf eine eventuelle Fortsetzung (bzw. Erweiterung) und dann vielleicht auch schon über die neue SE-Engine mit kürzeren Ladezeiten ;)
Nochmals meinen Dank für diese Story, danke dass ich es spielen durfte und macht weiter so!
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