Spielsucht

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Metanoeite
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Panorama die Zweite:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... 4430_.html

Wir lernen, das Computerspielehersteller voll Übel sind und Schuld an der schlimmen Spielsucht tragen. Fragt sich nur bei wem die Erziehungsaufgabe liegt, bei den Eltern oder bei den Herstellern.
Natürlich werden wieder Vorurteile vor Fakten gestellt.
Klar, Spielsucht ist ein ernstes Thema, aber es ist eine Sucht wie jede andere auch die dadurch entsteht das man sich dem manchmal recht stressigen und eintönigen Alltag entzieht.
Allerdings ist das bei den meisten anderen Hobbys und Süchten nicht anders.
Ich meine es gibt Fernsehsucht, Lesesucht, Sportsucht... Alles Süchte, die dadruch entstehen das man dem Alltag entflieht.
Aber darüber sieht und hört man in den Medien gar nichts, ganz einfach weil sie sich für Schlagzeilen nicht eignen. Ich meine wen interessiert denn schon eine Lesesucht? Jeder weiß das Bücher ein alltäglicher Bestandteil unseres heutigen Lebens sind und das man sie nicht einfach so verbieten kann. Aber gerade das scheinen die, die die Spiele kritisieren noch nicht begirffen zu haben.

Spiele sind heute fester Bestandteil der Kultur, nicht nur Bestandteil der Jugendkultur.
Es muss endlich schluss sein mit deiser verdummenden Berichterstattung in den Medien! Ich meine die Spiele sind kein Einzelfall subjektiver Berichterstattung, die findet überall und bei jedem Thema statt. Die Medien haben nicht mehr die Position des Aufklärers der Gesellschaft, sondern die des Entertaimers übernommen. Es geht nicht mehr darum, die Zuschauer zu informieren und aufzuklären, sondern sie zu unterhalten. Nicht die Spieler verdummen die Gesellschaft, sondern die Medien.
Bleibt nur noch zu sagen: Bild dir deine Meinung - und zwar so richtig!

 

 
f3N3k
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Jo, Meinungsfabrik Deutschland; es lebe die mediale Informationsquelle!
Aber in einem Punkt muss man denen rechtgeben: Lesen bildet, Sport macht - wenn schon nicht gesund - schlank( und Fernsehsucht wird schon hart genug kritisiert ^.^).
Welchen Nutzen aber bringen einem Spiele? Und ich meine jetzt nicht modding, sondern meinetwegen unser Lieblingssündenbock CounterStrike?
Du musst schon zugeben, dass beispielsweise Grundschüler, die CounterStrike intensiv spielen (wobei bei I-Männchen GTA San Andreas wohl beliebter ist) auf einen einen alles andere als intelligenten Eindruck machen!
Gegen Computerspiele spräche rein garnichts, wenn die USK, oder besser eine andere Instanz, besser, also zumindest gut, funktionieren würde; demnach liegt die Verantwortung beim Staat, womit ich den Eltern und Erziehern keinen Persilschein geben möchte: Wenn ein Vater merkt, dass sein Kind im Grundschulalter Killerspiele (<- Spiele, deren einziger Lösungsweg in Gewaltanwendung besteht) spielt, dann muss er aber derbst heftig darauf reagieren! Es kann doch nicht wahr sein, dass 7jährige mit einer Kettensäge auf Omis losgehen können; und zwar, weil man in dem Alter Fiktion und Realität noch nicht stark genug trennen kann!

Insofern bin ich absolut für die Anti-Gewaltspielkampagne, sofern sie auch eine neue Kontrollbehörde nach sich zieht, aber reines Draufkloppen, wie es insbesondere die Grünen gerne tun, ist einfach nur bemiteidens- und verachtenswert, denn es zeugt von geistiger und politischer Armut!
Das darf nicht zum Repertoire eines Spitzenpolitikers gehören, denn dann haben wir die nächste Gruppenverfolgung, nur eben nicht mit Juden, sondern mit Rauchern, Spielern und Gutverdienenden.

Wie gesagt, meine Meinung - wenn auch vielleicht ein wenig überspitzt dargestellt.

 

 
Fennias Maxim
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Die USK funktioniert hervoragend. Wer sein Spiel nicht bewerten lässt muss automatisch "AB 18" freigeben. Das Problem sind die Eltern, die Discounter und die Freunde.
Die Eltern achten zu wenig darauf, was ihre Kinder spielen. Wer sich damit nicht auseinander setzt vernachlässigt seine Pflichten. Wobei ich auch weiß, dass einige Eltern gar nicht mehr die Zeit dazu haben.
Die Discounter halten sich nicht an die Altersbeschränkungen und verkaufen aus Profitgier auch schon mal Titel die ab 18 sind einem 14-jährigen.
Der Freundeskreis des Kindes/Jugendlichen versorgen sich gegenseitig.

Also was hier hilft sind Aufklärung der Eltern, und zwar mit ordentlichen Reportagen und nicht so einen Murks den wir in letzter Zeit öfters sehen.
Höhere Strafen für Distributoren die die Spiele an die Kids unerlaubterweise verkaufen und Sensibilisierung älterer Jugendlicher, damit sie die Spiele nicht an jüngere weitergeben. Beim letzten Punkt sehe ich schwarz, die anderen beiden könnten etwas Abhilfe schaffen.
Cectai
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06.04.2007 09:17Metanoeite hat geschrieben:
Panorama die Zweite:
http://daserste.ndr.de/panorama/bestenarchiv/2007/t_cid-3874430_.html
Wir lernen, das Computerspielehersteller voll Übel sind und Schuld an der schlimmen Spielsucht tragen. Fragt sich nur bei wem die Erziehungsaufgabe liegt, bei den Eltern oder bei den Herstellern.
Natürlich werden wieder Vorurteile vor Fakten gestellt.
Klar, Spielsucht ist ein ernstes Thema, aber es ist eine Sucht wie jede andere auch die dadurch entsteht das man sich dem manchmal recht stressigen und eintönigen Alltag entzieht.
Allerdings ist das bei den meisten anderen Hobbys und Süchten nicht anders.
Ich meine es gibt Fernsehsucht, Lesesucht, Sportsucht... Alles Süchte, die dadruch entstehen das man dem Alltag entflieht.
Aber darüber sieht und hört man in den Medien gar nichts, ganz einfach weil sie sich für Schlagzeilen nicht eignen. Ich meine wen interessiert denn schon eine Lesesucht? Jeder weiß das Bücher ein alltäglicher Bestandteil unseres heutigen Lebens sind und das man sie nicht einfach so verbieten kann. Aber gerade das scheinen die, die die Spiele kritisieren noch nicht begirffen zu haben.

Spiele sind heute fester Bestandteil der Kultur, nicht nur Bestandteil der Jugendkultur.
Es muss endlich schluss sein mit deiser verdummenden Berichterstattung in den Medien! Ich meine die Spiele sind kein Einzelfall subjektiver Berichterstattung, die findet überall und bei jedem Thema statt. Die Medien haben nicht mehr die Position des Aufklärers der Gesellschaft, sondern die des Entertaimers übernommen. Es geht nicht mehr darum, die Zuschauer zu informieren und aufzuklären, sondern sie zu unterhalten. Nicht die Spieler verdummen die Gesellschaft, sondern die Medien.
Bleibt nur noch zu sagen: Bild dir deine Meinung - und zwar so richtig!
Ich entschuldige mich dafür, dass ich das alte Thema wiederbelebt habe!
Ich habe aufgehört, meine Spielsucht nur als "spielen" zu bezeichnen. Meine Sucht bezieht sich auf Spielautomaten. Das Wort "spielen" beinhaltet so etwas wie Spaß, harmlos und unschuldig. Was ich machte, hatte nichts davon - es war eine Spielsucht - ganz einfach.

Ich habe akzeptiert, dass das Geld, das ich verloren habe, für immer verschwunden ist, und es keine Möglichkeit gibt, es wieder zurück zu gewinnen. Das zu versuchen, würde mich nur in meiner Sucht gefangen halten.
Hoxyd
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Und 10 Jahre später haben wir vor allem die Lootbox-Sucht.



Ich war auch mal für 5 Minuten spielsüchtig, als ich im Zoo für 20 DM Lose gekauft hatte und dann direkt 10 DM gewann, da hab ich natürlich weitergespielt - war ne gute Abschreckung. Wenn man allerdings bisschen mehr Geld zur Verfügung hat, ist das ein Teufelskreis dem man nicht so leicht entkommt.

Aber ist Videospiele-Sucht eigentlich wirklich ein Thema? Bin bisher damit nicht in Berührung gekommen.
Kermit 61
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03.08.2018 14:26Hoxyd hat geschrieben:
Aber ist Videospiele-Sucht eigentlich wirklich ein Thema? Bin bisher damit nicht in Berührung gekommen.
Doch gibt es tatsächlich. Siehe hier

Wie jede Sucht ist Spielsucht eine inzwischen anerkannte Krankheit. Aber nicht jeder der z.B. gerne und viel zockt ist auch krank oder sofort (Betonung auf sofort) Sucht gefährdet. Da muss mehr zusammen kommen (wie man inzwischen weiß auch eine genetische Präferenz).
Wie bei jeder Sucht hilft nur absolute Abstinenz (das Gleiche wie bei Alkohol oder Drogen).
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Spielesucht ist eine schlimme Sache und habe auch viel Geld an den Automaten verloren :(
Nur noch ein spiel sagt man sich, aber am ende werden es 50 Spiele und mehr. Die Verlockung
die da ist (ich kann ja Glück haben und den Jackpot holen) habe ich auch viel Geld verloren.
Wie Kermit schon schrieb, es ist eine anerkannte Krankheit. Ich habe durch Therapie das Spielen an
den automaten verloren und entlich das Problem beendet.

PC Spiele können auch süchtig machen. Atmosphere wie auch den Drang dazu mehr zu erreichen
als alle anderen ist ja der Ergeiz, oder doch schon eine Sucht?! Manche Spiele die mit Echtgeld
aufzupuschen sind, sind die größten Fallen in den MMOs oder anderer Online Spielen. Kenne das
zu gut. Das ist auch der Grund, warum ich keine Onlinespiele mehr spiele!

Ich habe mir einen Timer per Script erstellen lassen, der dann abläuft um zu verhindern, dass ich es
mit Steamspiele zeitlich übertreibe. Onlinespiele habe ich mir selbst ein Verbot gegeben und bisher
habe ich dies auch eingehalten :) Spielesucht bekommt man nicht wirklich ohne Unterstützung weg,
aber auch den eigenen Schweinehund besiegen ist sehr wichtig um nicht rückfällig zu werden.


edit by Mod Kermit 61: ich habe das mit der Krankheit geschrieben, nicht Kollege urst. Habe es mal korrigiert :wink:
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